Zum Inhalt springen

Waffenfund in St. Gallen Verdacht auf Waffenhandel: Polizei geht von Einzeltäter aus

Legende: Video Polizei entdeckt Waffenarsenal abspielen. Laufzeit 1:48 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 20.12.2017.

In der Zeit zwischen Juli und Dezember 2017 haben die Strafverfolgungsbehörden des Kantons St.Gallen gegen einen 61-jährigen Mann ermittelt. Dieser wird verdächtigt, illegal Waffen nach Österreich verkauft zu haben. Bei der Festnahme des Beschuldigten konnten umfangreiche Waffensicherstellungen gemacht werden.

Es war eine sehr unübersichtliche Situation. In jeder Ecke waren Waffen, Geld war an verschiedenen Orten verstaut.
Autor: Gian Andrea RezzoliMediensprecher Kantonspolizei St. Gallen

Vergangene Woche führte die Kantonspolizei St.Gallen im Auftrag der Staatsanwaltschaft eine Hausdurchsuchung beim Beschuldigten durch. Gefunden wurden:

  • 280 Waffen und weit über 100‘000 Schuss Munition: Darunter befanden sich diverse verbotene Waffen und Waffenbestandteile wie Maschinenpistolen, Schalldämpfer, eine Handgranate (ohne Zünder und Sprengmittel) sowie unzählige bewilligungspflichtige Waffen wie Pistolen, Revolver und Mehrzweckgewehre.
  • Bargeld in der Höhe von rund 1,3 Millionen Franken.

Der Beschuldigte befindet sich wegen des Verdachts der Gefährdung der öffentlichen Sicherheit mit Waffen und mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt. Auch die österreichischen Behörden ermitteln noch in diesem Fall, wie ein Sprecher der Vorarlberger Polizei gegenüber dem «Regionaljournal Ostschweiz» von Radio SRF 1 bestätigte. Gegen welche Personen respektive Gruppen ermittelt werde, könne im Moment nicht gesagt werden, heisst es weiter .

Laut der St. Galler Polizei gibt es zur Zeit keine Hinweise darauf, dass der Mann einen Anschlag plante oder zusammen mit einem Komplizen Waffen verkaufte.

Rechtskräftig verurteilt

Der 61-Jährige aus Degersheim wurde bereits 2014 wegen eines nicht rechtmässigen Verkaufs einer Waffe verurteilt. Damals erhielt er eine bedingte Geldstrafe. Auf eine Hausdurchsuchung verzichtete die Staatsanwaltschaft damals.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

22 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Yann Amsler (Trigger Wigger)
    Es gilt wie immer die Unschuldsvermutung! Was, wenn ihm jemand die Waffen und das Geld untergejubelt hat? Vielleicht wurde alles mit einem 3d-drucker erstellt? Wahrscheinlich ist der Staat verantwortlich. Ihr wollt den gläsernen Kunden und Bürger! Gegen e-voting, für Aluhüte und schweizer Armee! #schemdrehls
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Ueli Lang (Wochenaufenthalter)
    Die Fragestellung ist eigentlich, was genau hat dieser Mann illegales getan? Bis jetzt besteht ein Verdacht, mehr aber auch nicht. Der Besitzt von 1.3 Millionen dürfte kaum relevant sein. Der Besitz eines Haufens alter Karabiner, so wie abgebildet, ist an und für sich auch nicht strafbar und davon abhängig, wann sie in seinen Besitz gelangt sind. Der Besitz der Automaten verlangt eine gesonderte Bewilligung, die aber als Sammler ohne grössere Probleme erlangbar ist. Mal sehen was am Ende bleibt.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Joel Busch (Joel)
      "Erlangbar" tut doch nichts zur Sache, wenn er die nicht erlangt hat. Ausserdem was ist mit dem heimlichen Verkauf von Waffen nach Österreich ohne Lizenz?
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    2. Antwort von Stefan Huwiler (huwist)
      Eine etwas arg einseitige Betrachtung, finden sie nicht auch?. Zumindest auf dem ersten Foto sehe ich Waffen, die nicht einfach 'alte Karabiner' sind, sondern automatische Waffen. Und die 1.3 Mio sind nach ihrer Theorie wahrscheinlich 2 Mio, von denen die Steuern einfach schon weg sind, da letztes Jahr sauber deklariert und bezahlt....
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
    3. Antwort von Ueli Lang (Wochenaufenthalter)
      Erlangbar heisst, dass die Möglichkeit besteht, dass für die gesichteten Waffen eine Bewilligung vorhanden ist. Wenn der seine Bewilligungen/Erwerbsscheine usw ähnlich ungeordnet aufbewahrt, wie seine Waffen und die Munition, dürfte es prima Vista sehr schwierig sein, auch nur abzuschätzen, ob hier eine Widerhandlung gegen das Waffenrecht vorliegt. Darum spricht die Polizei ja auch von einem Verdacht. Das gleiche gilt auch für den Bezug zu Österreich, auch da ist es ein Verdacht und nicht mehr.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Peter Joos (Joop50)
    Der im Titel verwendete Begriff "Waffennarr" ist wohl ein Witz oder zumindest eine ungeheure Untertreibung. Wenn jemand (illegal) Waffen verkauft ist er ein Waffenhändler, auch wenn er 61 Jahre alt ist. Komisch, dass unsere Behörden und Sicherheitsdienste solche Leute nicht schon längst auf dem Radar haben ...
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Franz NANNI (igwena ndlovu)
      auch wenn er 61 Jahre alt ist. Mensch, ich bin 76 und koennte noch jede Menge Waffen verschieben wenn ich wollte... Das Alter hat doch mit illegalen Geschaeften nichts zu tun.. Aeltere werden nicht braever , uU hoechstens duemmer... rein aus biologischer Sicht.. ;-)
      Ablehnen den Kommentar ablehnen