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Wahlen Glarus Die CVP zu Glarner Themen

Die Regionalredaktion Ostschweiz hat die Glarner CVP befragt. Zu den Finanzen, der Verkehrsituation und gesellschaftlichen Themen. In welcher Richtung soll sich der Kanton Glarus entwickeln?

Die Schweizer und Schweizerinnen, und auch die Mehrheit des Glarner Stimmvolkes, stimmten gegen den Aufschlag der Autobahnvignette. Damit wird die Realisierung von Strassenprojekten in verschiedenen Kantonen schwieriger. Welche Schritte müssen als nächstes unternommen werden, damit sich die Verkehrssituation im Kanton entspannt?

  • Verschiedene Massnahmen zur Verflüssigung des Verkehrs auf der Kantonsstrasse werden gegenwärtig geprüft. Im aktuellen Mehrjahresstrassenprogramm sind verschiedene «Spangen» vorgesehen z.B. Näfels/Mollis; Netstal; Leimen/Ennenda. Dies wird den Verkehr auf der Kantonsstrasse ebenfalls schneller machen, da verschiedene Engpässe entlastet werden.
  • In Bern: Variante mit geringerem Vignettenaufschlag prüfen. Weitere Finanzierungsquellen suchen. Die Verknüpfung der Umfahrung mit der Vignettenanpassung hat mindestens in Glarus Nord (GLN) der Vignettenvorlage geschadet. Zudem muss man bei der Umfahrung offen sein für allenfalls nötige andere Varianten (Rückfallebenen).

In Glarus Nord nimmt die Bevölkerung zu und Firmen siedeln sich an. In Glarus Süd geschieht genau das Gegenteil. Wie möchte Ihre Partei verhindern, dass die Schere im Kanton zu weit auseinander geht?

  • Die Verkehrslage und die Infrastruktur sind in GLN besser. GLS sollte vermehrt die Natur, die natürlichen Ressourcen die Unverbautheit sprich Unversehrtheit verkaufen und vermarkten. Der Raum Mitlödi, Schwanden, Nidfurn verfügt heute über eine moderne und starke Industrie, welche sich entwickelt. In den letzten Jahren haben auch dort Neugründungen stattgefunden. Betriebe, welche keine grossen Verkehrsvolumen benötigen, finden in Glarus Süd ein ideales Umfeld.

Der Kanton Glarus muss sparen, dazu hat die Regierung ein Massnahmenpaket geschnürt. 109 Massnahmen sind geplant. Diese betreffen unter anderem Einsparungen bei den Prämienverbilligungen, beim Kantonsspital oder bei der Kantonsschule. Auf welche der 109 Massnahmen kann nicht verzichtet werden?

  • Grundsätzlich sind sämtliche Sparmassnahmen vertieft zu prüfen. Der politische Prozess ist im Gang und jetzt schon eine Selektion zu treffen ist verfrüht.

Seit dem 9. Februar hat die SP keine Regierungsrätin mehr. Damit sitzt die SP das erste Mal seit 72 Jahren nicht in der Regierung, im Ständerat oder im Nationalrat. Dies in einem Kanton, der als Arbeiterkanton gilt. Wie bringen Sie die sozialen Anliegen ein?

  • Als Familienpartei ist die CVP auch für soziale Anliegen seit jeher offen, allerdings im Zusammenwirken mit Selbstverantwortung. Wir bezeichnen uns auch als liberal-soziale Partei.

Das Kunsthaus im Glarner Volksgarten muss saniert werden. Der Kunstverein rechnet mit Renovationskosten von 3 Millionen Franken. Er möchte, dass der Kanton die Hälfte der Kosten übernimmt und plant einen entsprechenden Memorialsantrag. Wie stehen sie dazu?

  • Positiv. Dieser Memorialsantrag darf gestellt werden. Solche Vorlagen gehören zu einem Landsgemeindekanton und tragen zur politischen Belebung bei.

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