Wechselkurs: Deutsche Uferseite lässt sich Zeit

Wegen einem alten Vertrag gibt es auf der Bodensee-Fähre zwischen Romanshorn und Friedrichshafen einen fixen Wechselkurs. Seit der Euro-Mindestkurs aufgehoben ist, zahlen mehr Passagier mit Euro - auch Schweizer. Die Schweizerische Bodenseeschifffahrt möchte die Konditionen dringend neu verhandeln.

Fahne auf einem Schiff weht im Wind

Bildlegende: Die Mindestkurs-Aufhebung bringt der Schweizerischen Bodenseeschifffahrt grosse Verluste. zvg

Der Vertrag stammt aus 1959. Dieser hält fest, dass wenn sich der Franken-Euro-Kurs um mehr als fünf Prozent ändert, neu verhandelt werden muss. Bis anhin genügte es, wenn die beiden Uferseiten einmal im Jahr zusammen sassen.

Man habe nach dem Entscheid der Nationalbank aber sofort mit den Deutschen Kontakt aufgenommen und ihnen neue Vorschläge gemacht, so Benno Gmür von der Schweizerischen Bodenseeschifffahrt. Diese liessen sich aber Zeit. Laut Vertrag ist erst nach zwei Monaten nach einer Währungsänderung eine Eingung nötig.

«Wir haben zurzeit 85 bis 90 Prozent der Einnahmen in Euro. Im Jahresmittel hatten wir 50/50. Dies bedeutet für uns einen grossen Verlust, da wir alle Löhne und Kosten in Schweizer Franken bezahlen», so Benno Gmür. Bis am 14. März sollten neue Konditionen ausgehandelt sein.