Weniger Ferien, länger arbeiten

Die Mitarbeiter des Heerbrugger Metallverarbeiters SFS müssen wegen des starken Frankens länger arbeiten. Auch die Ferien werden gekürzt. Trotz der Sparmassnahmen erwartet SFS für 2015 einen tieferen Umsatz. Das Jahresergebnis 2014 hingegen fiel höher aus als noch im Vorjahr.

SFS Hauptsitz Heerbrugg

Bildlegende: SFS Group erhöht wegen starkem Franken die Arbeitszeit: Mehr Gewinn und Umsatz aber düsterer Ausblick. ZVG

Die Konzernleitung der SFS hat ein Massnahmenpaket verabschiedet «zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit», wie SFS-CEO Heinrich Spoerry sagt. Grund für das Massnahmenpaket ist der starke Franken. Künftig sollen die Angestellten 44 Stunden pro Woche arbeiten, zwei Stunden länger als bisher. Zudem kürzt SFS die Ferien von 6 auf 5 Wochen und verhängt einen Einstellungsstopp. Weiter verzichte die Konzernleitung auf 10 Prozent ihres Salärs. Die Sparmassnahmen sollen laut Spoerry aufgehoben werden, wenn sich der Euro-Franken-Kurs auf einem Niveau von 1,12 halten sollte.

Bereits im Januar hatte SFS zudem angekündigt, gewisse arbeitsintensive Aktivitäten, die nicht viel Know-how und Technologiegehalt erfordern, rascher als geplant in Werke ausserhalb der Schweiz zu verlagern. Auch mit diesen Sparmassnahmen rechnet SFS aber im laufenden Jahr mit einem Umsatzrückgang von 2 bis 4 Prozent.

Der Umsatz des Unternehmens wuchs gegenüber dem Vorjahr um 3,9 Prozent auf 1,38 Millarden Franken. Der Gewinn stieg sogar um 27 Prozent auf 110,2 Millionen Franken im vergangenen Jahr.