Weniger Kriminelle im Osten

Mehrere Ostschweizer Kantone präsentieren ihre Kriminalstatistiken. Die Gemeinsamkeit: Die Zahl der Straftaten ist rückläufig.

Zertrümmerte Fensterscheibe.

Bildlegende: Ein Polizist zertrümmert eine Fensterscheibe: Die Polizei setzt bei der Einbruch-Prävention auf Beratung der Bevölkerung Keystone

Im Kanton St. Gallen nahm die Zahl der Straftaten ab. Einzig die Sexualdelikte und die angezeigten Betrugsdelikte hätten zugenommen, schreibt die Kantonspolizei. Auffällig ist im Kanton St. Gallen der Boom bei Hanfanlagen. 2014 wurden 70 Anlagen ausgehoben. Im Vorjahr waren es 17. Neben vier Profianlagen entdeckte die Polizei 19 Grossanlagen und 47 Kleinanlagen.

Im Kanton Thurgau hat die Polizei unter anderem den Einbrechern den Kampf angesagt. Sie klärte 2014 fast doppelt so viele Einbrüche auf wie im Vorjahr. Seit Oktober gingen die Fälle stark zurück. Insgesamt war die Zahl der Straftaten im Kanton Thurgau leicht rückläufig. Von «erfreulich tiefen Fallzahlen» sprechen die Verantwortlichen bei den schweren Straftaten. Diese gingen um 35 Prozent zurück.

Die polizeiliche Kriminalstatistik des Kantons Graubünden weist insgesamt ebenfalls eine leicht rückläufige Tendenz auf. Vermögensdelikte waren die weitaus am meisten verübte Straftat. Auffallend ist in der Bündner Statistik der Anstieg bei den schweren Gewalttaten von 18 auf 39 Fälle im letzten Jahr.