Kriminalstatistik Weniger Straftaten in St.Gallen und im Thurgau

Vor allem bei den Einbrüchen sind die Zahlen seit Jahren rückläufig. Das zeigen die Statistiken der Polizeikorps in St.Gallen und im Thurgau. Auch insgesamt hat es 2016 weniger Straftaten gegeben. Allerdings gibt es auch Zunahmen.

Die Anzahl Straftaten ging im Kanton St.Gallen von 2015 zu 2016 um 3 Prozent zurück auf 25'653 Fälle. Die Thurgauer Kantonspolizei berichtet von einem Rückgang von 5 Prozent auf 10'322 Fälle. In der Statistik sind nur die polizeilich erfassten Straftaten enthalten. Auffallende Punkte:

  • Weniger Einbruchdiebstähle im Kanton St.Gallen seit 2012: Im letzten Jahr gab es ein Minus von 8 Prozent (1451 Fällen).
  • Im Thurgau waren die Einbruchdiebstähle auf einem historischem Tiefststand seit 1990. Dort gingen die Einbruchdiebstähle um 21 Prozent zurück (722 Fälle).
  • Die Verkehrsunfälle mit verletzten oder getöteten Personen im Kanton Thurgau ging um 5,4 Prozent auf 566 Fälle zurück.
  • In beiden Kantonen stieg die Anzahl der Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz. Laut den beiden Polizeikommandanten sind vor allem die reinen Konsum-Fälle gestiegen.
  • Die Delikte gegen die Ehre, den Geheim- und Privatbereich nehmen leicht zu, also zum Beispiel Delikte wegen Ehrverletzung oder Verleumdung. Im Kanton St.Gallen gab es 2016 ein Plus von 3 Prozent (599) und im Kanton Thurgau ein Plus von 6 Prozent (302).

Grundlagen der Statistik

Unter einem Fall wird die Gesamtheit aller Straftaten verstanden, die innerhalb einer Anzeige oder eines polizeilichen Ermittlungsverfahrens registriert werden. Es werden nur Straftaten berücksichtigt, die auf Schweizer respektive dem entsprechenden kantonalen Territorium stattgefunden haben oder deren Schaden auf diesem Territorium eingetroffen ist, ohne dass die geschädigte Person dieses verlassen hätte.