Wer den richtigen Dialekt spricht, zahlt weniger

Der Rabatt für Einheimische wird vor allem bei Hallen- und Freibädern wiederbelebt. Doch der Preisüberwacher warnt: Er dürfe nicht zur Gewinnmaximierung missbraucht werden. Einheimischen-Rabatt mache nur Sinn, wenn Auswärtige Kosten decken helfen bei defizitären und subventionierten Betrieben.

Hallen- und Freibad Chur

Bildlegende: Beim Hallenbad Chur gibt es unterschiedliche Preise. Für Einheimische und für Auswärtige. ZVG

Der Eintritt ins Hallenbad kostet in Chur 7.50 Franken. Aber nur für die Einheimischen. Auswärtige zahlen 2.50 Franken mehr. Der Grund: Der Betrieb des Hallenbades ist defizitär. Während Einheimische das Defizit mit ihren Steuern abtragen, dürfen Auswärtige durchaus mit höheren Eintrittspreisen etwas gegen das Defizit beitragen, findet der Churer Stadtpräsident, Urs Marti.

Dem Beispiel von Chur folgen schon einige Gemeinden in der Ostschweiz. So wird es aktuell zum Beispiel in Arbon diskutiert. In der Gemeinde am Bodensee existiert bei den Abonennten bereits ein Rabatt für Einheimische. Nun kommt der Rabatt auch bei den Einzelbilletten ins Gespräch.

Allerdings soll der Rabatt nicht die Einheimischen entlasten, sondern vielmehr der Zuschlag bei den Auswärtigen etwas zu den Kosten beitragen.

Preisüberwacher zeigt Verständnis

Der Preisüberwacher zeigt Verständnis bei Preisaufschlägen bei Auswärtigen für defizitäre und subventionierte Betriebe wie Hallen- und Freibäder.

Allerdings dürfe so ein Einheimischen-Rabatt nicht zur Gewinnmaximierung missbraucht werden. Wenn also die Zuschläge für Auswärtige zum Gewinn des Betriebs beitragen würden.