Widerstand gegen Abbau des «Service public» bei SBB wächst

Mit Petitionen und Vorstössen: In den Kantonen Thurgau und St. Gallen wächst der Widerstand gegen die Pläne der SBB, den Billettverkauf bei Avec- und Migrolinoläden und Poststellen abzubauen. Gerade dieses Wochenende wurden im Kanton Thurgau 800 Unterschriften für eine Petition gesammelt.

Kondukteur bei der Arbeit.

Bildlegende: Nur noch im Internet?: Besonders ländliche Gemeinden wehren sich gegen die Schliessung von Billettverkaufsstellen. Keystone

Der St. Galler CVP-Nationalrat Jakob Büchler schlägt ein Moratorium vor: 5 Jahre lang soll die SBB darauf verzichten den Verkauf von Billeten in Avec- und Migroloinoläden und Poststellen abzubauen. Heute ist das in 52 Gemeinden in der ganzen Schweiz möglich. 20 davon sind in der Ostschweiz, und zwar vor allem in ländlichen Orten der Kantone Thurgau und St. Gallen. Das sei eine Verschlechterung des «Service public» der SBB, sagt Jakob Büchler. Und das mache ihm Mühe. Deswegen will er mit seinem Vorstoss politischen Druck aufbauen, damit die SBB ihre Pläne ändert.

Doch der Vorstoss von Jakob Büchler steht nicht alleine. Auch die Thurgauer Regierung hat sich in einem Brief an den SBB-Chef gewandt.

Und die Thurgauer SP sammelt zusammen mit dem VCS Unterschriften für eine Petition. Gerade an diesem Wochenende wurde 800 Unterschriften gesammelt, heisst es in einer Mitteilung der SP.