Wigoltingen: das Mass aller Dinge im Faustball

Die Faustballer aus Wigoltingen im Kanton Thurgau haben in diesem Jahr drei Titel gewonnen. Im Sommer wurden sie Europameister, vor drei Wochen Schweizer Meister und vor einer Woche gelang ihnen mit dem Cupsieg das Triple. Diese Erfolge kommen nicht von ungefähr.

Marco Eymann nimmt einem Ball ab.

Bildlegende: Marco Eymann im Einsatz für die Faustballer von Wigoltingen. ZVG / Mario Gaccioli

Vor zehn Jahren stand Wigoltingen vor dem Aus. Der jetzige Präsident Adrian König – er war Trainer in Rickenbach – nahm mit jungen Leuten einen neuen Anlauf. Die Mannschaft schaffte bis 2010 den Aufstieg von der dritten Liga bis in die Nationalliga A.

Dass die Mannschaft in diesem Jahr alles gewinnt, was es in der Schweiz im Faustball zu gewinnen gibt, ist kein Zufall: Kontinuität, Teamgeist, Neuzugänge von Nationalmannschaftsspielern und ein neuer Trainer ermöglichten diese Erfolge.

In Wigoltingen weiss man, dass ein solcher Erfolg kaum mehr übertroffen werden kann. Die Thurgauer sind im nächsten Jahr für den Champions-Cup qualifiziert, wo europäische Spitzenmannschaften aufeinander treffen. Die Wigoltinger sind aber auch bei diesen Spielen für eine Überraschung gut. Denn wer hätte anfangs der Saison darauf gewettet, dass sie gleich drei Titel holen?