«Wir brauchen Zeit»

Nachdem die Gemeinde-Versammlung in Glarus Nord vor einer Woche die Überbauungspläne für drei grosse Wohn-Projekte abgelehnt hat, stellt sich für Gemeindepräsident Martin Laupper die Frage, wie die Gemeinde wachsen soll.

100 Wohnungen in Näfels und mehrere Mehrfamilienhäuser in Näfels und Mollis waren der Gemeindeversammlung am 20. Juni zu viel: Die Überbauungspläne wies sie zurück. Glarus Nord ist 2011 aus acht Gemeinen entstanden.

«Es gab diffuse Ängste, wir würden zur Agglo-Gemeinde werden», sagt Gemeindepräsident Martin Laupper. Auch der Gmeinderat wolle aber keine zusammenhängende Agglomeration, die einzelnen Dörfer sollen erkennbar bleiben. So sehe es auch der Richtplan vor, der im Oktober vor die Gemeindeversammlung kommt. Wenn die Gemeinde mit heute 17'400 Einwohnern wachsen wolle, bleibe also nichts anderes übrig, als verdichtet zu bauen.

Mann brauche nun mehr Zeit, um die verbleibenden Optionen nach dem Nein der Gemeindeversammlung zu den Wohnbauprojekten zu analysieren. Dies habe man auch den Bauherren signalisiert. Offen sei, ob die Überbauungspläne für die Projekte der Gemeindeversammlung nochmals unterbreitet würden.