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Ostschweiz Wo soll die Biogas-Anlage hin?

Kolumban Helfenberger ist Landwirt und möchte eine Biogasanlage bauen. Den Mist aus dem geplanten Trutenstall würde er nutzen um Strom zu gewinnen und den Stall zu heizen. Wenn es nach dem Kanton Thurgau geht, sollen möglichst viele solcher Anlagen entstehen.

Martin Eugster und Kolumban Helfenberger vor Feld mit Bauvisieren.
Legende: Martin Eugster vom Amt für Umwelt möchte noch mehr Biogas-Projekt, wie jenes von Landwirt Kolumban Helfenberger. SRF / Annina Mathis

Die Zahl ist eindrücklich: 1'170'000 Tonnen Hofdünger entsteht jedes Jahr im Thurgau, der für Biogas-Anlagen nutzbar wäre. Wirklich genutzt werden aber nur zwei Prozent davon. Martin Eugster, Abteilungsleiter Abfall und Boden beim Thurgauer Amt für Umwelt, würde diesen Anteil gerne um zehn Prozent steigern.

Dazu braucht es aber noch viel Arbeit. Momentan gibt es nur eine Anlage im Kanton, die den Hofdünger – also Mist und Gülle – als Biogas-Lieferant nutzt. Zwei weitere sind in Planung. Der Kanton unterstützt Biogas-Projekte mit bis zu 250'000 Franken.

Trotz dieser finanziellen Hilfe des Kantons braucht es laut Martin Eugster Mut, um eine Biogas-Anlage zu bauen. Diese rentieren im Moment noch nicht, weil die Technologien neu und entsprechend teuer sind.

Als Entscheidungshilfe, ob eine Anlage gebaut werden soll, helfen die neuen Online-Karten des Kantons. Darauf ist zu sehen, wo viel Hofdünger oder auch Grünabfuhr oder Essensreste anfallen: Alles vergärbare Biomasse. Auch zu sehen ist, wo viel Wärme benötigt wird. Denn durch Biogasanlagen wird nicht nur Strom, sondern auch Wärme produziert.

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