«Wohnen am See» - ein umstrittenes Projekt

Direkt am Seeufer soll in Schmerikon ein Neubau entstehen. Das Gebäude wäre mit rund 80 Metern Länge und vier Geschossen riesig. Nicht nur daran stört sich die Opposition. Auch die unmittelbare Lage am Ufer ärgert einen Teil der Leute.

Visualisierung Wohnüberbauung

Bildlegende: Eine Visualisierung des Projektes. ZVG

Direkt am See wohnen, wer will das nicht. Der Neubau in Schmerikon würde Platz für 35 Wohnungen bieten. Gegen die Umzonung ist aber mit rund 400 Unterschriften das Referendum zustande gekommen. Aber nicht nur die Dimensionen des Projektes stehen in der Kritik. «Der Streifen am Ufer ist heute öffentlicher Raum. Das soll auch so bleiben», sagt Bettina Mächler vom Referendumskomitee.

Nicht einfach für Reiche

Das Projekt umsetzen wollen die Ortsgemeinde von Schmerikon und das Elektrizitätswerk. Thomas Kuster, Präsident der Ortsgemeinde versichert, dass der heutige Spielplatz auf dem Gebiet weitergeführt und darüber hinaus aufgewertet werden würde. Zudem versichert er, dass die Wohnungen nicht einfach für Reiche wären. «Wir zielen auf Leute aus dem Mittelstand. Zudem haben wir bereits rund 40 Interessenten, alles Leute aus Schmerikon oder der näheren Region.»

Gemeindepräsident Felix Brunschweiler unterstützt das Projekt «Wohnen am See» im Grundsatz. Es gehe bei der Abstimmung aber nur darum, ob auf dem Gebiet viergeschossig gebaut werden darf. «Ob das Gebäude dann 80 Meter lang wird, sehen wir noch. Es bedürfte eine Spezilabewilligung der Gemeinde.»