Zitterpartie für die Grünliberalen bei den Wahlen 2015

Dank geschickten Listenverbindungen holten die Grünliberalen in der Ostschweiz 2011 drei Sitze im Nationalrat. Diese sind nun gefährdet. In den Kantonen Sankt Gallen und Graubünden haben die Bürgerlichen bereits zum Angriff geblasen.

Josias Gasser wischt sich Freudentränen nach seiner Wahl weg.

Bildlegende: Der frischgebackene Bündner Nationalrat Josias F. Gasser von der GLP wird nach seiner Wahl 2011 im Fernsehstudio in C... Keystone

Ein neuer Stern begann vor drei Jahren am Ostschweizer Polithimmel zu leuchten: Die Grünliberalen eroberten in den Kantonen St. Gallen, Thurgau und Graubünden drei Sitze auf Kosten der Bürgerlichen. Die damals junge Partei punktete mit geschickten Listenverbindungen. Im Kanton St. Gallen spannte die GLP mit der BDP zusammen, in Graubünden mit SP und Grünen. Eine Allianz von Kleinparteien (GLP, BDP, EDU, EVP) brachte schliesslich den GLP-Sitz im Thurgau.

In gut einem Jahr finden die nächsten Nationalratswahlen statt und bereits zeichnet sich ab, dass es für die Grünliberalen deutlich schwieriger wird. Im Kanton St. Gallen ist kein Bündnispartner in Sicht. Die BDP zieht es vor, mit den beiden bürgerlichen Parteien CVP und EVP zusammenzuspannen. In Graubünden will die FDP ihren Sitz zurückerobern und denkt laut über eine Allianz mit den bürgerlichen Parteien minus die GLP nach. Offen ist die Situation noch im Kanton Thurgau. Dort haben die Parteien noch nicht Position bezogen.