Zukunft des Kapuzinerklosters bleibt ungewiss

Das Kantonsparlament wies einen Planungskredit für die Umnutzung des Klosters in eine Bibliothek und für Büros der Verwaltung zurück. Es verlangte mit 25 von 49 Stimmen die Aufhebung des Denkmalschutzes,

Konventgebäude des Kapuzinerklosters in Appenzell

Bildlegende: Noch ist nicht klar, ob das Konventgebäude des Kapuzinerklosters abgerissen werden darf oder nicht. zvg

Die Innerrhoder Regierung wollte das Kloster in eine Bibliothek und für Büros für die Verwaltung umnutzen. Sie hatte dafür einen Planungskredit von 900'000 Franken beantragt. Vorläufig passiert aber gar nichts, das Parlament wies den Kredit zurück.

Ideen für eine Nutzung gab es im Parlament erneut viele.

Auch die Frage, ob das Hauptgebäude abgebrochen und ein Neubau erstellt werden soll, diskutierte der Rat sehr emotional.

Die Standeskommission erhielt vom Parlament den Auftrag, bei der zuständigen Feuerschaukommission die Aufhebung des Denkmalschutzes für das Kloster zu beantragen.

Die Regierung, die Standeskommission, wehrte sich heftig und vergeblich. Es sei ein schlechtes politisches Signal wenn die Regierung ausgerechnet bei einem Kloster die Aufhebung des Denkmalschutzes beantrage. Private Eigentümer könnten sich den Kanton zum Vorbild nehmen und bei eigenen Projekten ebenfalls vorstellig werden, so Landammann Roland Inauen.