Zukunft des Kapuzinerklosters in Appenzell weiterhin unklar

Ab November werden im ehemaligen Kloster Flüchtlinge untergebracht. Dies ist aber nur eine temporäre Massnahme.

Aussenansicht Kloster

Bildlegende: Bis zu 30 Asylsuchende sollen ab Mitte November im ehemaligen Kloster wohnen. Wiki Commons / Schofför

Im Herbst 2011 zogen die letzten Mönche aus dem Kloster aus. Seither stehen die Gebäude leer und werden kaum genutzt. Es gab zwar immer wieder Ideen für unterschiedliche Nutzungen: eine Jugendherberge, eine Tiefgarage, eine Bibliothek, ein Bürogebäude.

Diskutiert wurde auch, ob die Gebäude abgerissen werden sollen. Dazu entschied jedoch im Sommer der Grosse Rat, dass das Kloster als Ganzes erhalten bleibt.

Das Kloster als Asylunterkunft zu nutzen, sei eine Lösung, die im Moment allen helfe, sagt die zuständige Regierungsrätin Antonia Fässler. Wenn wieder weniger Flüchtlinge ankommen, dann werde das Kloster aber wieder anders genutzt. Es soll nicht mehr leerstehen.

Wie das Kloster genutzt werden soll, bleibt aber unklar. Antonia Fässler sagt dazu: «Die Standeskommission hatte ursprünglich die Idee, das Gebäude als Bibliothek und Verwaltungsgebäude zu nutzen, es stehen aber auch noch andere Ideen im Raum.»

In unregelmässigen Abständen werden im Kloster Anlässe durchgeführt, beispielsweise die Spezialitätenmesse «Authentica». Solche Veranstaltungen sollen weiterhin möglich sein, würden aber laut Fässler je nach Grösse erst geprüft.