Zunahme bei Gewaltdelikten im Glarnerland

Im Kanton Glarus nahm die Zahl der Betäubungsmitteldelikte ab, andere Delikte nahmen jedoch auffällig stark zu.

Häusliche Gewalt

Bildlegende: Im Kanton Glarus nahmen die Fälle von häuslicher Gewalt 2012 zu. Symbolbild Keystone

Der Kanton Glarus weist bei den Verkehrsunfällen und bei der Kriminalität stabile Verhältnisse auf. Allerdings nahmen gewisse Delikte letztes Jahr auffällig stark zu. Dies geht aus der jüngsten Statistik hervor. 1871 Straftaten oder 10 mehr als im Jahr davor wurden 2012 erfasst. Die Gesamtzahl der Straftaten sei seit drei Jahren praktisch unverändert, teilte die Glarner Polizei am Mittwoch mit.

Zugenommen haben die Gewaltdelikte (von 107 auf 152), die Raubdelikte (von 6 auf 10), die häusliche Gewalt (von 54 auf 82) sowie die Sexualdelikte (von 12 auf 31). Zurückgegangen sind die Zahlen bei den Betäubungsmitteldelikten (von 380 auf 297), den Vermögensdelikten (von 889 auf 832) sowie bei den Straftatbeständen gegen die Rechtspflege und öffentliche Gewalt (von 47 auf 25).

Tiefster Wert bei verunfallten Kindern

Fast unverändert ist die Zahl der Verkehrsunfälle. 332 Unfälle wurden gezählt, drei mehr als im Vorjahr. Dabei wurden 111 Personen verletzt (Vorjahr 96), zwei Menschen starben. Bei den Unfällen wurden  drei Kinder verletzt. Dies ist laut Polizei der mit Abstand tiefste Wert.

Merklich abgenommen hat zudem die Zahl der Unfälle, bei denen Alkohol im Spiel war, und zwar von 40 auf 22. Dafür verdoppelte sich die Zahl der Fälle von Fahren unter Drogeneinfluss auf sechs.