Zweite Chance für Fahrende in Gossau

Ein überparteiliches Komitee will mit einer Initiative erreichen, dass in Gossau ein Durchgangsplatz für Fahrende entsteht. Das Gossauer Stadtparlament hatte einen solchen vor zwei Monaten abgelehnt.

Wohnwagen und abgestelltes Auto

Bildlegende: Ein Durchgangsplatz für Fahrende wird in Gossau nochmals zum Thema. Keystone

Mit 18 zu 12 Stimmen hatte das Gossauer Stadtparlament Anfang September Nein gesagt zum Teilzonenplan Wehrstrasse und damit zu einem Durchgangsplatz für Fahrende.

Ein überparteiliches Komitee unter der Federführung der SP hatte darauf begonnen Unterschriften zu sammeln. In den letzten sechs Wochen sind laut Florian Kobler vom Initiativekomitee über 1061 Unterschriften zusammengekommen, 700 wären notwendig gewesen. Damit ist klar: Die Initiative für einen Durchgangsplatz für Fahrende steht.

Als nächstes wird sich das Stadtparlament mit der Initiative befassen. Nimmt es die Initiative an, muss der Stadtrat die nötigen Vorarbeiten für die Anpassung des Teilzonenplans vornehmen. Wird sie abgelehnt, kommt das Anliegen vors Volk.

Den Kanton freuts

Beim Kanton St. Gallen nimmt man die Entwicklung in Gossau mit Freude zur Kenntnis, wie Raumplaner Ueli Strauss gegenüber Radio SRF sagt. Er betont jedoch auch, dass der Kanton nach dem Nein in Thal und dem Nein in Gossau nicht untätig geblieben sei - und sich mögliche Standorte für Durchgangsplätze angesehen habe.