Damit würzt die Schweiz

Seit über 61 Jahren produziert die Firma Knorr in Thayngen die Streuwürze Aromat. Der Geschmacksverstärker im gelben Döschen mit rotem Deckel ist ein Erfolgsprodukt, aber nicht nach jedermanns Geschmack.

Es war Knorr-Versuchskoch Walter Obrist, der 1953 Aromat erfand. Heute gehört Knorr zum Multi Unilever, aber noch immer werden in der Fabrik in Thayngen jedes Jahr 2500 Tonnen Aromat produziert. Knorr-Chefkoch Remo Walder glaubt, dass Aromat für viele Schweizer eine «gewisse Magie» ausübt: «Aromat gibt dem Essen einfach den letzten Schliff.»

«  Am wichtigsten ist sowieso, dass man selbst kocht. »

André Jaeger

Der Schaffhauser Spitzenkoch André Jaeger (Fischerzunft) sieht dies anders: «Ich lehne Aromat als Streuwürze total ab.» Mit dem Geschmacksverstärker schmecke alles gleich, so Jaeger. Er wolle Aromat aber nicht verteufeln. Als Zutat zu einer selbstgemachten Sauce oder frischen Suppe sei Aromat sicher geeignet: «Am wichtigsten ist sowieso, dass man selbst kocht.»