Stadtteil wird Schlafquartier Das Leben ist aus der Freiburger Unterstadt gewichen

Im Freiburger Unterquartier spielte einst der Eishockeyclub Freiburg-Gottéron. Doch dann wurde die Eishalle abgerissen. Viele Einwohner sind aus dem Auquartier weggezogen. Läden und Restaurants wurden geschlossen.

Freiburger Auquartier

Bildlegende: SRF

Das Auquartier in der Freiburger Unterstadt ist wie ein kleines Dorf. Früher stand hier die «Patinoire» des Augustins. Als Jugendlicher kam ich oft hierher in die Eishalle zum «patinieren». Heute befindet sich an dieser Stelle ein Parkplatz.

Porträt

Bildlegende: SRF

Früher lebten in diesem Quartier 3500 Menschen. Heute sind es nur noch 1000. Der pensionierte Lehrer Fritz Dick (l.) und der ehemalige Metzger Hubert Roschy sind hier unten neben dem Restaurant Tirlibaum aufgewachsen, wo sie heute noch wohnen.

Porträt

Bildlegende: SRF

Viele Einheimische sind weggezogen. Die neuen Zuzüger arbeiten auswärts und kaufen nicht mehr in der Unterstadt ein. Etliche Ladenbesitzer gaben auf. Und auch viele Restaurants, wie die bekannte Auberge de la Cigogne, überlebten nicht.

Restaurant Cigogne

Bildlegende: SRF

Auch die Auberge du Soleil Blanc, berühmt für Fondue, hat es nicht leicht. An den Tischen unterhalten sich Einheimische in «Bolz». Diese Sprache der Unterstädter vermischt Deutsch und Welsch. Viele französische Wörter werden verdeutscht. Man sagt «patinieren» für Schlittschuh laufen oder «melangieren» für vermischen.

Auberge du soleil blanc in Freiburg

Bildlegende: SRF

Das Auquartier wird immer mehr zum Schlafquartier. Und wer tagsüber durch die kleinen Gassen läuft und die mittelalterlichen Mauern und Häuser betrachtet, hat das Gefühl, in einem Museum zu sein.

Berntor Freiburg

Bildlegende: SRF

(SRF1, Regionaljournal 6.30/17.30 Uhr)