Jugendhaus Pratteln Im «Jugi» spiegelt sich das Weltgeschehen

Eine Frau sitzt auf dem Sofa zwischen Töggelikasten und Billardtisch

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Die SRF-Reporterin Anna Jungen im Jugi Pratteln. Der Töggelikasten ist noch da, trotzdem hat sich einiges geändert seit ihrer Zeit im Jugendhaus: Die Jugendlichen setzen sich stärker als früher mit Religion auseinander. Das liegt auch an der politischen Grosswetterlage.

Jugendliche sitzen im Kreis

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In der Einwanderergemeinde Pratteln im Baselbiet leben besonders viele Moslems und es zeigt sich deutlich: Die Nachrichten und Meldungen zu islamistischem Terror auf der ganzen Welt finden auch den Weg zu den muslimischen Jugendlichen. Diese sehen sich vermehrt mit ihrer eigenen Religion konfrontiert.

Ein Mann zeigt begeistert in die Luft

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Das Berliner Projekt «Heroes» versucht bei der muslimischen Religion und Kultur anzusetzen und veranstaltet Workshops für Jugendliche. Auch in Pratteln waren die «Heroes» zu Besuch.

Zwei Männer auf Stühlen spielen Theater

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Mit Rollenspielen und Diskussionen versuchen sie die Jugendlichen aus der Reserve zu locken. Meist drehen sich die Gespräche nicht um Religion, sondern um die von ihr tangierten Bereiche des Alltags: Die Ehre, die Sexualität oder die Rolle der Frau sind zentrale Themen.

Eine lächelnde Frau hinter dem Tresen

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Die Jugi-Leiterin Jenny Bachmann kennt ihre Jugendlichen gut. Sie ist begeistert vom Projekt. Da die «Heroes» selbst einen muslimischen Hintergrund haben, würden sie die Sicht der Jugendlichen noch besser verstehen. Und trotzdem: Bei der aktuellen politischen Lage wird Religion auch in Pratteln noch länger eine wichtige Rolle spielen.

(SRF1, Regionaljournal 6.32/17.30 Uhr)