Am See ist es zu teuer Junge Tessiner Familien ziehen wieder vermehrt ins Maggiatal

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Bildlegende: SRF

Das kleine Dorf Ponte Brolla, fünf Autominuten von Ascona und Locarno entfernt, ist das Tor zum Maggiatal. Wer ins Maggiatal will, muss hier vorbeifahren. SRF-Redaktor Philipp Schrämmli war als Bub oft in Ponte Brolla, weil es dort einige tolle Badestellen gibt. Oft mit seinem Vater, der im Tessin geboren ist.

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Wenn man heute in Ponte Brolla ist, fällt einem auf, dass nicht nur Touristen ins Maggiatal fahren, sondern auch viele Autos mit Tessiner Nummernschildern. Und das hat einen Grund. Die Bodenpreise in den Zentren am See sind inzwischen so hoch, dass sich junge Tessiner Familien das Leben dort kaum mehr leisten können.

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Einer dieser jungen Tessiner, die in den letzten Jahren ins Maggiatal gezogen sind, ist Marco Regolatti. Mit seiner Frau Dionne und seinen drei Kindern lebt er jetzt in Lodano, 25 Minuten vom See entfernt. Eigentlich hätte der gebürtige Asconese gerne in Ascona ein Haus gekauft, aber das konnte er nicht finanzieren.

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Luca Pissoglio ist der Bürgermeister von Ascona. Die Geschichte von Marco Regolatti berührt ihn, macht ihn traurig. Insbesondere die Nachfrage nach Zweit- und Ferienwohnungen hätten die Bodenpreise in Ascona in die Höhe getrieben. Gleichzeitig betont Pissoglio, dass der Tourismus für Ascona überlebenswichtig sei.

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Dass die Tessiner wieder vermehrt ins Maggiatal ziehen, habe auch Positives, sagt Giacomo Garzoli, FDP-Politiker aus dem Maggiatal. Die Dörfer erlebten dank der Zuzüger einen Aufschwung, neues Leben käme ins Tal. Diesen Schwung müssten die Dörfer unbedingt nutzen, zusammenspannen und in die Infrastruktur investieren und so langfristig die Zukunft des Maggiatals sichern.

(SRF1, Regionaljournal 6.32/17.30 Uhr)