«Motörli-Röbu» revolutionierte die Unfall-Chirurgie

Noch heute werden Knochenbrüche auf der ganzen Welt operativ mit Schrauben fixiert, die der Bettlacher Mechaniker Robert Mathys ab 1958 mit dem Berner Chirurgen Maurice E. Müller entwickelt hat. Es war der Beginn einer fruchtbaren Zusammenarbeit, aus der nicht nur die Firma Mathys AG entstand.

Bereits in seiner Jugend schreckte Robert Mathys vor keinerlei technischen Problemen zurück. Als er für ein Modellflugzeug keinen passenden Motor fand, entwickelte er diesen kurzerhand selbst. Fortan war er in der Region als «Motörli-Röbu» bekannt.

Von seinem Tüftlergeist profitierte ab 1958 auch Maurice E. Müller. Er wollte Knochenbrüche nicht mehr gipsen, sondern mit Schrauben fixieren. Neben bis heute verwendeten Knochenschrauben entwickelten die beiden darauf auch das erste künstliche Hüftgelenk.

Die Knochenschrauben-Lizenzen brachten der Familie Mathys viel Geld. Auch nach dem Tod von Robert Mathys im Jahr 2000 produziert seine Medizinaltechnikfirma weiter künstliche Gelenke. Die Lizenzen für die Schrauben allerdings hat Unternehmer Hansjörg Wyss übernommen. Auch er wurde mit seiner Firma Synthes und der Erfindung von «Motörli-Röbu» ein reicher Mann.