Viele wollen das Fondue erfunden haben

Das Freiburger Fondue moité-moitié, halb Greyerzer hab Vacherinkäse, ist weltweit das bekannteste Fondue. Umstritten ist die Herkunft dieses Schweizer Nationalgerichts.

Fonduepfanne.

Bildlegende: Von weit her kommen die Touristen, um in Greyerz ein gutes Fondue zu essen. SRF

Schon bei den alten Griechen habe man eine Art Fondue gekannt, sagt Isabelle Raboud-Schüle, Direktorin des Greyerzer Museum im freiburgischen Bulle. «Im 18. Jahrhundert war es in bürgerlichen Kreisen verbreitet.»

Man ass Fondue in Paris, London oder Brüssel. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Fondue der Westschweiz zugeordnet. «Hier wurde am meisten Weisswein und Greyerzerkäse produziert», sagt Isabelle Raboud-Schüle.

Mit Fondue wurde die gesellige Lebensart der Westschweizer verbunden.
«Die Deutschschweizer wollten diese Lebensweise übernehmen», erklärt die Museumsdirektorin.

Dass Fondue nach dem zweiten Weltkrieg zum Nationalgericht avancierte, habe vor allem mit Werbung zu tun. «Man hat eine Art nationale Identität geschaffen.»