35 Jahre Naturmuseum - grosse Veränderungen stehen an

Das Naturmuseum Luzern möchte sich erneuern. «Mut zur Lücke» heisst die Devise. So sollen mehr einzelne Exponate ins Scheinwerferlicht gerückt werden, um Exemplarisches zu erklären. Aber auch die Geschichte der Exponate selber soll mehr Gewicht erhalten.

Britta Allgöwer, Direktorin des Naturmuseums Luzern mit ausgestopften Vögeln

Bildlegende: Museumsdirektorin Britta Allgöwer mit einem besonders raren Sammlungsstück, dem ausgestorbenen Paradiesssittich. SRF

Nach 35 Jahren hat die Dauerausstellung des Naturmuseums ausgedient. Sie ist veraltet und muss deshalb neu konzipiert werden. «Wir wollen Mut zur Lücke beweisen. Als mittelgrosses Museum können wir keinen Anspruch auf Vollständigkeit haben. Vielmehr müssen wir unsere Stärke - die Sammlungsstücke - besser in die Dauerausstellung integrieren», sagt die Direktorin des Naturmuseums, Britta Allgöwer im Interview mit dem Regionaljournal Zentralschweiz.

Pläne können noch nicht umgesetzt werden

Hier sieht auch Museumsplaner Kilian Elsasser das grösste Potential. «Das Publikum will das sehen, was es kennt», sagt Elsasser. Eine Ausstellung, die sich stark am Publikum orientiert, ist auch das Ziel der Museumsleitung.

Noch sind die Ideen für ein «neues» Naturmuseum nicht in Stein gemeisselt. Es fehlt vor allem am politischen Entscheid. Der Kanton Luzern muss sparen. Seit Jahren wartet das Naturmuseum deshalb auf den notwendigen Investitionsschub.