4900 Luzerner haben die Krankenkasse nicht bezahlt

Wer im Kanton Luzern seine Krankenkassenprämie nicht bezahlt, kommt seit 1.Oktober vergangenen Jahres auf eine sogenannte «Schwarze Liste». Nach den ersten drei Monaten sind rund 4900 Personen auf der Liste.

Eine Ärztin behandelt den Fuss eines Patienten

Bildlegende: 4900 Personen haben nur eingeschränkte medizinische Betreuung Im Kanton Luzern sind 4900 Personen auf der Schwarzen Liste der säumigen Krankenkassenprämienbezahlenden. Keystone

Nach drei Monaten stehen bereits 4900 Personen auf der Schwarzen Liste des Kantons Luzern. Grund dafür ist, dass die Liste rückwirkend geführt wird: «Es sind all jene Leute aufgeführt, welche seit Januar des vergangenen Jahres nicht bezahlt haben», sagt Urs Hofstetter, Direktor der Ausgleichskasse Luzern, welche für die Schwarze Liste zuständig ist. Er rechnet deshalb damit, dass die Zahl nun nicht mehr gross steigt, sondern ungefähr bei 5000 stagniert.

Zuständig dafür, dass die Leute auf die Liste kommen, sind die Krankenkassen. Sie melden den Behörden, wenn jemand seine Prämien nicht bezahlt. Die Namen der der säumigen Zahlenden kommen dann auf ein Internetportal, auf das die Spitäler, Arztpraxen und Apotheken Zugriff haben. Wer auf der Liste ist, wird nur noch mit dem Allernötigsten medizinisch versorgt. Sobald die Prämien bezahlt sind, verschwindet der entsprechende Name von der Liste.

Auch andere Kantone kennen schwarze Listen

«Wichtig ist aber zu sagen, dass nicht zahlungsunfähige Leute auf die Liste kommen. Nur zahlungsunwillige», betont Urs Hofstetter von der Ausgleichskasse. Luzerner und Luzernerinnen, die Egänzungsleistungen, Mutterschaftsbeihilfe oder Sozialhilfe beziehen, sind also ausgeschlossen, ebenso Minderjährige.

In der Zentralschweiz kennen neben Luzern auch Schwyz und Zug die Schwarze Liste. Kein Thema ist sie in Ob- und Nidwalden und Uri.