6,7 Millionen für sichere Strasse nach Riemenstalden

Immer wieder sorgen Geröll und Schutt für grosse Schäden an der Strasse und am Wiesland. Jetzt will der Kanton Schwyz für 6,7 Millionen Franken einen neuen Geschiebesammler und Ablenkdämme bauen.

Blick auf eine von Fels und Geröll verschüttete Strasse.

Bildlegende: Die Strasse nach Riemenstalden wurde in der Vergangenheit mehrmals verschüttet. zvg

Ursache der Schäden ist die sogenannte Dornirunse oberhalb von Sisikon (UR) auf dem Gebiet der Schwyzer Gemeinde Morschach. Zu Trockenzeit führt die felsige Rinne kein Wasser. Bei intensiven Niederschlägen können im Einzugsgebiet grössere Geschiebemengen mobilisiert werden.

Die Murgänge der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass die vorhandenen Schutzmassnahmen nicht mehr genügten, teilte das Schwyzer Umweltdepartement mit. In den Jahren 2007 bis 2009 wurden die Riemenstaldenstrasse, teils auch die Axenstrasse und die Gotthardlinie der SBB mehrmals von Murgängen überströmt.

Jahrelange Planung

Deshalb soll nun ein neuer Geschiebesammler mit einem Fassungsvolumen von 4000 Kubikmetern erstellt werden. Er kommt direkt oberhalb der Strasse nach Riemenstalden zu liegen und soll bei Murgängen und Lawinen in den meisten Fällen ausreichend sein.

Einzig bei Extremereignissen könne der neue Geschiebesammler überströmt werden. Daher werden zusätzlich unterhalb des Sammlers auf einer Länge von 250 Metern Ablenkungsdämme erstellt.

Das Projekt wurde über mehrere Jahre vom Amt für Wald und Naturgefahren ausgearbeitet. Läuft alles nach Plan, so sollen die Schutzmassnahmen im Winterhalbjahr 2014/2015 erstellt werden. An der Finanzierung beteiligen sich Bund, Kanton, Bezirk, das Bundesamt für Strassen (ASTRA), SBB sowie die involvierten Gemeinden und betroffene Private.