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Zentralschweiz Abgang von Bernard Kobler beschäftigt Aktionäre weiterhin

Rund 4'100 Aktionäre besuchten die Generalversammlung der Luzerner Kantonalbank. Es war die erste Versammlung seit dem Rücktritt des ehemaligen Kantonalbank-Chefs Bernard Kobler. Am Rande der Versammlung zeigte sich: Der Abgang des ehemaligen CEO beschäftigt die Aktionäre immer noch.

Bankeingang
Legende: Die Luzerner Kantonalbank führte ihre Generalversammlung vor knapp 4'100 Aktionären durch. Keystone

Im Januar dieses Jahres geriet der ehemalige Chef der Luzerner Kantonalbank in die Schlagzeilen. In der Öffentlichkeit gab es Diskussionen um eine aussereheliche Beziehung. Bernard Kobler trat daraufhin zurück.

Der Verwaltungsratspräsident der Luzerner Kantonalbank, Mark Bachmann, ging an der Versammlung nicht mehr gross auf den Rücktritt ein. Vor den Aktionärinnen und Aktionären lobte er den ehemaligen Chef für seine Arbeit für die Bank: «Die erfreulichen Zahlen aus dem Jahr 2013 sind das Resultat aus seiner CEO-Zeit.»

Wortmeldungen im Saal zu Koblers Rücktritt gab es keine. Am Rande der Versammlung war der Abgang jedoch schon ein Gesprächsthema. «Ich konnte nicht verstehen, dass er zurücktreten musste», meinte ein Aktionär gegenüber SRF. «Für die Bank ist die ganze Sache kein Imageschaden, weil Berufliches und Privates aus meiner Sicht zu trennen sind», sagte ein anderer Aktionär.

Interimistisch wird die Luzerner Kantonalbank von Daniel Salzmann geführt. Wer das Ruder bei der Bank definitiv übernehmen wird, ist noch nicht klar. Bis im Sommer, so informierte der Verwaltungsrat, soll die Nachfolge geregelt sein.