Abpumpen verboten: Luzerner Bäche und Flüsse werden geschont

Wegen der Hitze führten Luzerner Gewässer in letzter Zeit so wenig Wasser wie selten. Trotz des angekündigten Regens verfügte der Kanton ein Abpump-Verbot: Landwirte dürfen vorläufig nur noch mit Wasser aus grösseren Seen und aus der Reuss ihre Äcker bewässern.

Ein Bach, der wegen der Hitze wenig Wasser führt.

Bildlegende: Die Wassersituation in Luzerner Bächen und Flüssen würde durch Abpumpen noch schwieriger (Symbolbild). Keystone

Die Messstationen in den Bächen und Flüssen des Kantons Luzern zeigten am Mittwochnachmittag ein eindeutiges Bild: Luther, Wigger und die kleine Emme beispielsweise führten nur einen Bruchteil des Wassers, das sonst fliesst.

«Darum mussten wir in den letzten Tagen eine Reihe von Gesuchen für Wasserentnahme ablehnen», sagt Werner Göggel, der Leiter der Abteilung Gewässer des Kantons Luzern. Ausserdem seien bereits erteilte Bewilligungen sistiert worden.

Ob die jüngsten Niederschläge an der geänderten Praxis etwas ändern, werde sich erst noch zeigen, so Göggel weiter: «Wir entscheiden situativ, je nach Zustand der Gewässer.»

In den anderen Zentralschweizer Kantonen ist ein derartiges Abpump-Verbot kein Thema, wie eine Umfrage des Regionaljournals Zentralschweiz bei den zuständigen Stellen ergeben hat. Grund dafür ist, dass in den anderen Kantonen grundsätzlich viel weniger Ackerbau betrieben wird als im Kanton Luzern.