Zum Inhalt springen

Zentralschweiz Adi Achermann wird neuer Kommandant der Luzerner Polizei

Der Regierungsrat hat den bisherigen Interims-Kommandanten Adi Achermann zum neuen Kommandanten gewählt. Achermann ist 50 Jahre alt und lebt in Rothenburg. Er übernahm Mitte Dezember 2013 ad interim die Leitung des Polizeikorps von Beat Hensler.

Der neue Kommandant der Luzerner Polizei Adi Achermann.
Legende: Der neue Kommandant der Luzerner Polizei, Adi Achermann, übernahm das Korps nach dem Rücktritt von Beat Hensler. Keystone

Die Regierung hat ihn zum Nachfolger von Beat Hensler gewählt, dem die Luzerner Polizeiaffäre den Job gekostet hatte. Der 50-jährige Jurist Adi Achermann, der zuvor als Stabschef der Staatsanwaltschaft Luzern deren Zentrale Dienste leitete, hatte das Korps der Luzerner Polizei nach dem Ausscheiden seines Vorgängers in einer schwierigen Situation übernommen.

«Wir haben uns vier Kandidaten genau angeschaut. Normalerweise lädt der Regierungsrat nur einen Kandidaten oder eine Kandidatin am Schluss zur Anhörung ein. Aber wir wollten dieses Mal einfach sicher sein, dass wir die richtige Person auswählen, vor allem wegen der ganzen Vorkommnisse», sagte Justizdirektorin Yvonne Schärli gegenüber Radio SRF.

Achermann hat Ruhe ins Korps gebracht

Unter der Interims-Führung von Adi Achermann hätten erste wichtige Arbeiten zur Reorganisation der Führungsstrukturen und von Abläufen in der Luzerner Polizei umgesetzt werden können, sagte Schärli weiter. Ausserdem sei es ihm gelungen, die Situation im Polizeikorps zu beruhigen und dafür zu sorgen, dass die Polizei ihre Aufgaben professionell erfüllen könne, heisst es weiter.

Achermann freute sich gegenüber Radio SRF über seine Wahl - und er fühlt sich auch vom Polizeikorps getragen: «Bis zum Mittag habe ich bereits 50 Gratulationsmails erhalten.» In Zukunft will sich Achermann auch längerfristigen Projekten widmen können: «Unter anderem muss sich die Polizei den Bedürfnissen der 24-Stunden-Gesellschaft anpassen.»

Sein Vorgänger Beat Hensler musste im Dezember 2013 zurücktreten. Seit Juni 2013 sah er sich dem Verdacht ausgesetzt, gewalttätige Polizisten nicht genügend sanktioniert oder gar befördert zu haben.