Ärger bei Schwyzer Spitälern über andere Kantone

Die drei privat geführten Schwyzer Spitäler in Schwyz, Einsiedeln und Lachen müssen sich gegen die Konkurrenz der Kantonsspitäler behaupten. Die Spiesse sind unter den Kantonen allerdings nicht gleich lang.

Das Spital in Einsiedeln.

Bildlegende: Das kleinste der drei Schwyzer Spitäler ist Einsiedeln mit 60 Betten. Keystone

Der Kanton Schwyz ist in der Spitallandschaft ein besonderer Fall. Die drei Spitäler in Schwyz, Einsiedeln und Lachen sind eigenständig. Die Rolle des Kantons ist dabei sehr zurückhaltend.

Die Konkurrenz der umliegenden Kantonsspitäler Luzern, Zug, Zürich und St. Gallen ist dabei gross. Der Einsiedler Spitalpräsident Alois Gmür ärgert sich über die Kantonsspitäler: «Diese unterlaufen regelmässig die vorgegebenen Bestimmungen des Bundes, indem sie ihre Spitäler mit Steuergelder unterstützen.»

Spiesse nicht gleich lang

Seit der Einführung der Fallpauschale müssen die Spitäler vom Geldbetrag, den sie für die Leistungen erhalten, 10 Prozent auf die hohe Kante legen für Investitionen. Genau das würden Kantone unterlaufen, indem sie bestimmte Geldbeträge vom Volk absegnen lassen würden. «Das ist wettbewerbsverzerrend und kriminell», findet Alois Gmür mit deutlichen Worten.

In Schwyz können die Spitäler nicht auf Finanzhilfen des Kantons zählen. Deshalb ist das Spital Lachen auf der Suche nach privaten Investoren. In Lachen ist ein Neubau für geschätzte 180 Millionen Franken geplant. Den Umbau bereits hinter sich hat das Spital Schwyz. In das grösste Schwyzer Spital wurden 55 Millionen Franken investiert.