«Alle wollen sparen - nur nicht bei sich»

Das aktuelle Luzerner Sparpaket hat viel Kritik erhalten. Der Luzerner Regierungspräsident Robert Küng ist nicht weiter überrascht. Alle wollen sparen, nur nicht bei sich. Er ist überzeugt, dass das Sparpaket vom Parlament so schlussendlich akzeptiert wird.

Robert Küng im Porträt

Bildlegende: Regierungspräsident Robert Küng: «Bei einem Sparpaket klatscht niemand!» zvg

Trotz der Sparerei sei Luzern immer noch ein attraktiver Kanton und habe kein Imageproblem. «Die Unternehmen begrüssen einerseits die Finanzpolitik des Regierungsrates, sind andererseits aber auch wegen möglichen Steuererhöhungen verunsichert», sagt Regierungspräsident und Wirtschaftsdirektor Robert Küng. Auch für Personalrekrutierungen sieht Robert Küng ob des Spardrucks grundsätzlich kein Problem, da Luzern ein attraktiver Lebens- und Wohnkanton sei. «Bei höheren Kaderleuten braucht es aber lohnmässige Anpassungen» und das wolle man anpacken.

Keine Überraschungen

Das aktuelle Sparpaket umfasst 180 Millionen Franken, die bis 2017 eingespart werden sollen. «Es trifft alle Departemente und wer meint, da hätte es noch viel Luft gehabt, der täuscht sich.» Die Zielvorgabe der Luzerner Regierung ist die Einsparung von 210 Millionen Franken. Die fehlenden 30 Millionen Franken würden im Budgetprozess angepackt. «Es wird aber keine gröberen Überraschungen mehr geben, da man dies wegen den damit verbundenen Gesetzesänderungen bereits jetzt hätte bekannt machen müssen», sagt Regierungspräsident Robert Küng im Sonntagsgespräch des Regionaljournals Zentralschweiz.