Wegen prekären Finanzen Altishofen und Ebersecken prüfen Fusion

Die Gemeinderäte von Altishofen und Ebersecken prüfen eine Fusion ihrer Gemeinden. Grund dafür ist die finanzielle Lage von Ebersecken: Das 400-Seelen-Dorf kämpft mit Geldproblemen.

Weisse Häuser mit roten Dächern auf eienr Wiese.

Bildlegende: Ein Zusammenschluss mit Altishofen liegt nahe: Die Verwaltung von Ebersecken ist bereits seit 40 Jahren in Altishofen. zVg

Die beiden Gemeinden im Wahlkreis Willisau prüfen eine Fusion. Das schreiben sie in einer gemeinsamen Mitteilung. Nach ersten Abklärungen zeigten sich die Gemeinderäte bereit, einen möglichen Zusammenschluss zu prüfen.

«  Mit Altishofen haben wir einen Partner, mit dem wir bereits seit Jahren gut zusammenarbeiten. »

Thomas Roos
Gemeindepräsident Altishofen

Grund für die Abklärungen ist die angespannte finanzielle Situation in Ebersecken: Wegen der tiefen Mindestausstattung beim Finanzausgleich fliessen weniger Mittel in die Gemeindekasse. Gleichzeitig fallen zusätzliche Ausgaben wie Pflegefinanzierung und steigende Kosten im Sozialbereich an.

Gemeinden und Kanton teilen sich Kosten

Die Kosten für die Fusionsabklärungen werden auf 140'000 Franken veranschlagt. Der Kanton übernimmt die Hälfte, die restlichen 70'000 Franken teilen sich die Gemeinden.

In Ebersecken wird die Gemeindeversammlung vom 16. Mai über den Sonderkredit befinden. In Altishofen kann der Gemeinderat darüber in eigener Kompetenz entscheiden.

Läuft alles nach Plan, könnte das Vorhaben Ende 2018 vors Volk kommen.