«An der WM das 50km Rennen zu bestreiten wäre eine Riesensache»

Der 27-jährige Urner Roman Furger kann sich dank konstanten Leistungen an der WM auch für unverhoffte Einsätzen empfehlen.

Roman Furger kommt in Lahti zu einem unverhofften WM-Einsatz im Teamsprint

Bildlegende: Roman Furger kommt in Lahti zu einem unverhofften WM-Einsatz im Teamsprint Keystone

Roman Furger aus Schattdorf wuchs nicht etwa, wie andere Langläufer, neben einer Loipe auf. Seine ersten Versuche auf den schmalen Latten machte er mit seinem Vater auf den Loipen von Unterschächen und Realp. «Wenn ich mich recht erinnere, hat es mir von Anfang gut gefallen», lacht Roman Furger. Bald schon trat er dem SC Schattdorf bei.

Davos im Winter - Schattdorf im Sommer

Seit fünf Jahren trainiert Roman Furger (27) vom Herbst bis Frühling im Leistungszentrum in Davos. Die ersten vier Jahre verbrachte er mit seinem Westschweizer Teamkollegen Jovian Hediger in einer WG, seit einem Jahr wohnt er zusammen mit seiner Freundin. Wenn er aber mal etwas Abstand braucht, fährt er zurück in die Zentralschweiz. «Um Energie zu tanken und mich zu erholen.»

Auch für das Sommertraining ist und bleibt der Kanton Uri sein Favorit. «Die Berge sind perfekt für Laufeinheiten zu Fuss. Zum Rollskifahren finden sich sogar die besseren Strecken als in Davos.»

Eine Saison mit konstanten Leistungen

Vor drei Jahren kämpfte der Urner mit Rückenbeschwerden, was einen sauberen Trainingsaufbau verunmöglichte. Seit zwei Jahren hat er die Beschwerden im Griff. «Das ist ein wichtiger Punkt, dass ich heute konstante Leistungen abrufen kann.» In diesem Jahr ist bislang alles aufgegangen. «Ich hatte eine gute und konstante Saison», bilanziert Roman Furger den bisherigen Verlauf. «Ich versuche, im Sprint und auf den längeren Distanzen Resultate zu bringen.» Nach seinen WM-Einsätzen im Sprint (25. Rang) und im Teamsprint (9.) hofft er zum Abschluss der nordischen Ski-WM in Lahti (Finnland) nun noch auf eine Selektion für die Königsdisziplin, das 50km Rennen. «Nur schon wegen der Ambiance wäre dies eine Riesensache.»