«Andere haben Öl, Emmen hat Wasser»

Die Luzerner Landgemeinde Neuenkirch will beim Trinkwasser ihre Versorgungssicherheit verbessern. Ab 2017 soll sie auch Quellen in Emmen anzapfen können. Damit beliefert Emmen bald 40 000 Personen und hunderte Industrie-und Gewerbebetriebe mit Trinkwasser von höchster Qualität.

Ein Wasserreservoir.

Bildlegende: Das Wasserreservoir Rippertschwand der Gemeinde Emmen soll mit einem Stufenpumpwerk ausgerüstet werden. zvg / gemeinde emmen

Die Wasserversorgungsgenossenschaft Neuenkirch beschafft sich das Trinkwasser momentan durch eigene Quellen und Grundwasserpumpwerke. In Spitzenzeiten wie im Hochsommer kann sie zusätzlich auf das Seewasserwerk Sempach zurückgreifen. Als zusätzliche Absicherung möchte Neuenkirch neu ab 2017 auch Wasser aus Emmen beziehen können.

Keine Notsituation

Es werde nicht aus einer Notsituation heraus gehandelt, sondern es gehe um die Optimierung und langfristige Gewährleistung der Versorgungssicherheit, sagt Beat Gachnang, Präsident der Wasserversorgungsgenossenschaft Neuenkirch.

Emmen versorgt aktuell 37 000 Personen mit Trinkwasser. Die Qualität ist so gut, dass es ohne Aufbereitung zu den Nutzern transportiert werden kann. Jährlich werden über 500 Wasserproben genommen. Keine einzige wurde in den letzten Jahren beanstandet. «Andere haben Öl, Emmen hat Wasser», sagt Bernhard Kuhn, Leiter Departement Tiefbau Emmen.

Der Anschluss der Gemeinde Neuenkirch an die Wasserversorgung Emmen ist im Bereich des Reservoirs Rippertschwand vorgesehen. Dafür ist ein Stufenpumpwerk nötig. Das Projekt kann bis Ende 2017 realisiert werden. Durch die geografische Nähe seien keine umfangreichen baulichen Massnahmen nötig.

Regionaljournal Zentralschweiz 17:30 Uhr