Anian Liebrand wegen übler Nachrede verurteilt

Das Bezirksgericht Willisau verurteilt den Präsidenten der Jungen SVP Schweiz, den Luzerner Anian Liebrand, wegen übler Nachrede. Das Gericht verurteilte ihn zu einer bedingten Geldstrafe. Grund ist die Veröffentlichung von Fotos mit politischen Gegnern, die er dabei als «Chaoten» bezeichnete.

Anian Liebrand im Portrait.

Bildlegende: Ob Anian Liebrand gegen das Urteil Berufung einlegt, entscheidet er in den nächsten Tagen. SRF

Zur bedingten Geldstrafe von 2400 Franken kommt eine Busse von 400 Franken. Das Gericht auferlegte Liebrand zudem Verfahrenskosten von rund 3500 Franken, wie aus dem am Dienstag publizierten Urteil hervorgeht. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Liebrand wird in den nächsten Tagen entscheiden, ob er Berufung einreichen wird, schreibt er in einer Mitteilung.

Liebrand hatte im Januar 2013 auf der Homepage der Jungen SVP Luzern unter dem Titel «Wer kennt diese Chaoten?» Fotos von Personen veröffentlicht. Vier Personen, darunter ein abgebildetes Vorstandsmitglied der Jungen Grünen, reichten Anzeige ein.

Hintergrund war eine Demonstration gegen einen Sexualkundeunterricht im Kindergarten, an der auch die Junge SVP beteiligt war. Einige Leute protestierten gegen diese Demo.

Die Jungen Grünen nehmen laut Mitteilung das Urteil mit Genugtuung zur Kenntnis.