Anzeige gegen Jolanda Spiess-Hegglin

In der so genannten Zuger Sexaffäre hat der angeschossene SVP-Kantonsrat Markus Hürlimann den Spiess umgedreht: Er hat seine Gegenspielerin, die alternativ-grüne Kantonsrätin Jolanda Spiess-Hegglin, angezeigt.

Porträt von Hürlimann

Bildlegende: Markus Hürlimann zeigt seine Kantonsratskollegin an. Keystone

Der SVP Kantonsrat Hürlimann beschuldigt Jolanda Spiess-Hegglin der Verleumdung und der üblen Nachrede. Die Zuger Polizei bestätigt eine Meldung der «NZZ am Sonntag» gegenüber Radio SRF. Die Anzeige sei am 1. April eingegangen.
Bei der Zuger Sexaffäre geht es um angebliche sexuelle Übergriffe Hürlimanns gegen Spiess im Rahmen der Landammanfeier vom vergangenen Dezember. Gegen den 40-Jährigen wird wegen Verdachts auf Schändung ermittelt. Er soll die Kantonsratskollegin mit K.o.-Tropfen gefügig gemacht und gegen ihren Willen Sex mit ihr gehabt haben.

Hürlimann hatte nie einen Hehl daraus gemacht, dass es zwischen ihm und Spiess zu «einer körperlichen Annäherung» gekommen sei. Sexuelle Handlungen gegen ihren Willen oder gar den Einsatz von K.o.-Tropfen bestritt er jedoch.