Armee feiert 120 Jahre Präsenz in Andermatt

In Andermatt feiert die Armee zusammen mit der Bevölkerung 120 Jahre Waffenplatz. Das Militär hatte zu Spitzenzeiten bis zu 200 Festangestellte vor Ort. Die Armee sei für Andermatt nach wie vor ein wichtiger Partner, sagt der Gemeindepräsident gegenüber Radio SRF.

Traintruppe vor der Kaserne Andermatt

Bildlegende: Der Waffenplatz Andermatt wird 120 Jahre alt. Die Armee feiert mit Vorführungen und Volksfest. Keystone

«Die Armee ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Partner für unser Dorf», sagt Gemeindepräsident Roger Nager. Auch wenn die Armee durch Reorganisationen deutlich weniger präsent sei, so profitiere man durch Beratungen bei Lawinengefahren oder durch Kurse, die in Andermatt durchgeführt würden. «Dieser wirtschaftliche Faktor nimmt man gar nicht mehr so wahr.»

Schiesslärm wird nicht vermisst

Dort, wo heute ein grosser Teil des Sawiris Resorts entsteht, war früher der Schiessplatz. «Den Schiesslärm und die Truppenverschiebungen durchs Dorf vermissen wir nicht, hingegen die Train-Truppen schon», sagt Roger Nager.

Tourismus und Armee

So, wie die Armee sich heute in Andermatt präsentiere, sei das Nebeneinander von Militär und Tourismus kein Problem. Die Kasernen liegen in nächster Nähe zum Luxushotel Chedi und den neuen Apartmenthäusern des Sawiris-Resorts. «Das Militär erhöht bei ausländischen Gästen sogar das Sicherheitsgefühl», sagt Gemeindepräsident Roger Nager. Es gebe kein Konfliktpotential. «Wir hoffen, dass wir trotz Reformen die Spezialeinheiten der Armee in Andermatt auch künftig behalten können», sagt Gemeindepräsident Roger Nager zum 120-Jahr-Jubiläum des Waffenplatzes Andermatt.