Astra sagt dem Stau den Kampf an – mit Handydaten

Am Gründonnerstag stauten sich die Autos vor dem Gotthard-Strassentunnel auf einer Strecke von 13 Kilometern. Autofahrer mussten über zwei Stunden mehr Zeit einrechnen. Künftig will das Bundesamt für Strassen Astra die Autofahrer noch besser über die Stauzeiten informieren.

Stau auf der Autobahn.

Bildlegende: An Ostern staut sich vor dem Gotthard-Nordportal jeweils der Verkehr. Keystone

Das Bundesamt für Strassen Astra will künftig Handydaten von Autofahrerinnen und Autofahrern nutzen. Diese Daten sollen zeigen, wie lange ein Auto braucht für eine gewisse Strecke. Wenn die Autofahrer länger unterwegs sind, dann ist dies ein Zeichen dafür, dass sich ein Stau bildet.

Diese Daten seien wichtig für das Astra. «So hat die Verkehrsmanagementzentrale in Emmenbrücke viel genauere Angaben darüber, wie viel Zeit einberechnet werden muss», sagt Astra-Sprecher Thomas Rohrbach gegenüber dem «Regionaljournal Zentralschweiz».

Man könne dann schneller Massnahmen ergreifen, wie beispielsweise Temporeduktionen. Aktuell läuft auf dem ganzen Autobahnnetz ein Versuch mit diesen Daten. Im Sommer – in der grossen Ferienzeit – will das Astra die Daten dann definitiv einsetzen. Die Autofahrer sollen dann über das Radio, das Handy oder das Navigationssystem noch präziser über die Stauzeiten informiert werden.