Asylunterkunft Eigenthal: Sicherheitsfirma entlastet

Eine Untersuchung zum Asylzentrum des Bundes im Luzerner Eigenthal attestiert der betroffenen Sicherheitsfirma ein mehrheitlich korrektes Vorgehen. In einem Fall wurden Asylbewerber jedoch zu stark überwacht.

Militärbaracke im Eigenthal von aussen.

Bildlegende: Gegen die Sicherheitsfirma des Asylzentrums im Eigenthal gab es massive Vorwürfe. Keystone

Alt Bundesrichter Michel Féraud untersuchte im Auftrag des Bundesamts für Migration Vorwürfe von Amnesty International zum Betrieb des Asylzentrums im Eigenthal. Die Menschenrechtsorganisation kritisierte 2012 unter anderem schikanöse Eingangskontrollen und willkürliche Anordnung von Sanktionen.

Férauds Bericht kommt zum Schluss, dass die betroffene Sicherheitsfirma mehrheitlich korrekt gehandelt hat. In einem Fall verletzten die Sicherheitskräfte aber das Grundrecht der Asylbewerber auf persönliche Freiheit.

Die Sicherheitsleute observierten Begegnungen ausserhalb der Asylunterkunft zwischen Asylbewerbern und Besuchern auf unzulässige Weise. Daneben kommt die Untersuchung zum Schluss, dass Sicherheitskräfte bei der Anordnung von Disziplinarmassnahmen teilweise die Kompetenzordnung missachteten und unverhältnismässige Massnahmen trafen.