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Asylzentrum Grosshof in Kriens 120 unbegleitete Kinder und Jugendliche ziehen ein

Das Zentrum Grosshof ist das erste im Kanton Luzern, das extra für die Unterbringung von jugendlichen Asylsuchenden gebaut wurde.

Nach neun Monaten Bauzeit ist das Asylzentrum Grosshof in Kriens bezugsbereit. Der Grosshof ersetzt das Zentrum für unbegleitete minderjährige Asylsuchende (ZUMA) in Kriens, welches Ende November schliesst.

Der Neubau kostete rund 6,8 Millionen Franken und umfasst ein dreigeschossiges Wohngebäude, ein Gebäude mit Verwaltung, Administration, Schulung, Beschäftigung und Verpflegungsmöglichkeiten. Weiter gibt es einen Bau mit Technik-, Lagerräumen, Werkstatt und einer Waschküche.

Innert Wochenfrist werden im Neubau Asylsuchende im Alter von 14 bis 17 Jahren einziehen. Das neue Zentrum ist auf ihre Bedürfnisse und auf jene der Betreuer ausgerichtet.

Unter der Woche haben die Jugendlichen eine feste Tagesstruktur. Wer unter 16 Jahren ist, besucht ein spezielles Schulangebot in Luzern, ältere Bewohner ein Programm für Schule und Jobtraining. Integrationsbrückenangebote gibt es für jene, die das Sprachniveau A2 erreichen. Unter 14-Jährige werden in der Regel in Pflegefamilien untergebracht.

Von Eritrea bis China

Aktuell ist der Kanton Luzern für 127 unbegleitete Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 17 Jahren zuständig. Kinder unter 14 Jahren werden in Pflegefamilien platziert und bleiben in der Regel bis zur Volljährigkeit dort.

Ein Grossteil der Jugendlichen stammt aus Eritrea, Afghanistan, Äthiopien und Syrien. Herkunftsländer sind aber auch China oder Angola. Im Grosshof leben sie in Wohngruppen zusammen und werden durchgehend betreut. Sie gehen zur Schule, besuchen Programme für Schule und Jobtraining oder Brückenangebote. Einige sind in Kriens bereits in Sportvereinen aktiv.

Die Vorgeschichte

Die Planung für die kantonale Asylunterkunft hatte bereits 2012 begonnen. Ursprünglich wollte der Kanton das Projekt durch eine private, kirchennahe Baugenossenschaft realisieren lassen. In der Zwischenzeit veränderte sich die Zahl der Asylsuchenden immer wieder. Durch Beschwerden und eine Volksabstimmung wurde der Bau zudem mehrmals verzögert. Im September 2013 lehnte das Krienser Stimmvolk eine Initiative der SVP ab, die die Einrichtung mittels einer Umzonung verhindern wollte. 2015 genehmigte das Parlament schliesslich den Baukredit.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Die Linken, Grünen und NGO-Mitglieder sollten verpflichtet werden, Patenschaften für die angeblichen "Flüchtlinge" zu übernehmen. Im Moment klopfen sie sich nur selbst auf die Schulter für ihre vermeintliche moralische Überlegenheit, bürden aber die Last, Kosten und Verantwortung für die Migranten ohne Einwanderungsberechtigung und realistische Chancen auf das erhoffte Wohlleben in Europa den Steuerzahlern auf.
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