Asylzentrum in Kriens kann gebaut werden

Die Planungsarbeiten für ein kantonales Asylzentrum in Kriens können fortgesetzt werden. Die Krienser haben eine Initiative der SVP, die eine solche Einrichtung verhindern wollte, mit 5042 zu 3810 Stimmen abgelehnt. Die Stimmbeteiligung betrug 48,6 Prozent.

Gebiet um das Untersuchungsgefängnisses Grosshof in Kriens.

Bildlegende: Nun kann der Kanton Luzern das Erstaufnahmezentrum im Gebiet Grosshof realisieren. Keystone

Der Kanton Luzern will beim Haft- und Untersuchungsgefängnis Grosshof in Kriens ein Erstaufnahmezentrum für maximal 120 Asylbewerber realisieren. Mit dem Entscheid des Krienser Stimmvolks ist der Weg dazu nun geebnet.

Das Grundstück befindet sich bereits im Eigentum des Kantons und liegt in der Zone für öffentliche Zwecke. Die SVP verlangte mit ihrer Initiative, dass das Areal in die Arbeitszone umgezont wird. Damit hätte es der Kanton nicht mehr für ein Asylzentrum oder andere öffentliche Nutzungen verwenden können.

«Wir haben Asylbewerber in Kriens - so oder anders»

Der Krienser Gemeinderat sowie das Parlament waren gegen die von der SVP vorgeschlagene Umzonung - also für das Asylzentrum. Kriens ist verpflichtet, rund 100 Asylsuchende in der Gemeinde aufzunehmen. «Wir haben in Kriens Asylbewerber - so oder anders», sagt der Krienser Sozialvorsteher Lothar Sidler, «der Vorteil des Asylzentrums ist, dass sie zentral betreut werden können.»

Der Bau des Asylzentrums wird von einer kirchlichen Genossenschaft realisiert. Der Kanton wird die Räume für die Dauer von zehn Jahren mieten. Ein Baugesuch wurde bereits eingereicht, die Gemeinde verschob aber einen Entscheid bis nach der Abstimmung.