Auch in der Zentralschweiz geht die Kriminalität zurück

Wie in der ganzen Schweiz ist auch in der Zentralschweiz die Zahl der Delikte gegen das Strafgesetz 2015 zurückgegangen. Uri weist sogar den schweizweit tiefsten Wert pro 1000 Einwohner auf.

Eingeschlage Scheibe eines Schaufensters.

Bildlegende: Der Rückgang der Einbruchdiebstähle sei auch auf die Mithilfe der Bevölkerung zurückzuführen, teilte die Polizei mit. Keystone

Gemäss Kriminalstatistik des Bundes, die am Montag veröffentlicht wurde, gingen Straftaten in Luzern und Obwalden um 9 Prozent zurück, in Schwyz um 11, in Zug um 16, in Nidwalden um 26 und in Uri gar um 38 Prozent zurück. Im gesamtschweizerischen Schnitt ging die Zahl der Delikte um 7 Prozent zurück.

In Luzern, dem grössten Zentralschweizer Kanton, wurden im letzten Jahr 20'523 Wiederhandlungen gegen das Strafgesetzbuch gezählt, dies entspricht 52,0 pro 1000 Einwohner. Luzern blieb damit unter dem nationalen Schnitt von 59,2 Straftaten pro 1000 Einwohner. Den schweizweit tiefsten Wert hat Uri mit 17,8 Delikte pro 1000 Einwohner.

Weniger Kriminaltouristen

Analog zum Schweizer Trend war die Zahl der Einbruchdiebstähle rückläufig. Uri sei 2015 von Kriminaltouristen, die bandenmässig Einbruchdiebstähle begingen, weitgehend verschont geblieben, teilte die Urner Kantonspolizei mit.

Mehr als die Hälfte der Delikte gegen das Strafgesetzbuch betrafen in den Kantonen Nidwalden, Obwalden und Uri das Vermögen. Allgemein wurden zudem 2015 mehr häusliche Gewalttätigkeiten polizeilich registriert als im Jahr zuvor. Dies entspricht dem nationalen Trend.