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Auf ins neue Jahr «Das Bruderklaus-Jahr war für mich die beste Vorbereitung»

Was steht 2018 an? Zentralschweizer Persönlichkeiten sagen, an welchen Zielen sie arbeiten und wie.

Museumsleiterin Carmen Kiser: Von Sydney nach Sachseln: Die gebürtige Obwaldnerin Carmen Kiser übernimmt am 1. Januar die Leitung des Museums Bruder Klaus in Sachseln. Die 39-Jährige aus Sarnen hat Museologie in Sydney studiert. Seit neun Jahren arbeitet Carmen Kiser für das Museum Aargau. Auf die neue Aufgabe freue sie sich. Als Obwaldnerin wachse man mit dem Nationalheiligen Niklaus von Flüe auf, und schon als Kind habe sie sich immer gefragt, wie der Einsiedler auf dem «Stein und der schmalen Pritsche» geschlafen habe. Für ihren Start 2018 hat Carmen Kiser viele Ideen und Pläne, die sie noch nicht verraten möchte. Zurzeit ist sie für ihre Projekte für das Museum auf Geldsuche. Das sei im Kulturbereich nicht immer ein einfaches Unterfangen - das sei es aber nie gewesen.

Porträt Carmen Kiser
Legende: Carmen Kiser hat in Sydney Museologie studiert und leitet nun das Museum Bruder Klaus in Sachseln. SRF/Radka Laubacher

Eishockey-Trainerin Daniela Diaz: Die Zugerin Daniela Diaz ist seit zwei Jahren Trainerin des Frauen-Eishockey-Nationalteams. Ihr grosses Ziel im Jahr 2018 sind die Olympischen Winterspiele in Südkorea. Vor vier Jahren holte das Team überraschend die Bronzemedaille. Einen Druck, diesen Erfolg zu wiederholen, spürt die 35-Jährige jedoch nicht: «Ich sehe es mehr als Chance, unsere Arbeit wieder in einem Schaufenster präsentieren zu können.» Das Ziel in Südkorea sind die Viertelfinals. «Von einer Medaille träume ich nicht, sondern bleibe mit beiden Beinen am Boden», so Daniela Diaz. Sie sieht das Schweizer Fraueneishockey auf einem guten Weg. Der Erfolg bei den letzten Olympischen Winterspielen habe dazu geführt, dass sich mehr Mädchen für die Sportart interessieren würden.

Porträt Daniela Diaz
Legende: Daniela Diaz trainiert seit zwei Jahren das Schweizer Fraueneishockey-Nationalteam. SRF/Christian Oechslin

Hotelier des Jahres Fritz Erni: Seit über 20 Jahren waltet Fritz Erni als Direktor des Art Deco Hotels Montana in Luzern. 2017 wurde er für sein Engagement und seine Innovationen zum Hotelier des Jahres ausgezeichnet. So hat Erni beispielsweise veranlasst, dass zwei Stockwerke des über 100-jährigen Viersterne-Hotels zu einem Fünfsterne-Bereich umgebaut wurde – ein Novum in der Schweizer Hotelszene. Das war aber nicht eine blosse Umsetzung von Ernis Kreativität, sondern das Hotel wollte sich damit auch für die Zukunft rüsten. Denn aktuell ist in unmittelbarer Nachbarschaft das Konkurrenz-Hotel Palace wegen Umbauarbeiten für Monate geschlossen. Im Gespräch sagt Fritz Erni, wie er die Zukunft der Luxus-Hotellerie in der Zentralschweiz sieht und welche Entwicklung des Tourismus aus seiner Sicht für Luzern verträglich ist.

Porträt Fritz Erni
Legende: Der 62-jährige Fritz Erni ist schweizerisch-kanadischer Doppelbürger. SRF/Silvan Fischer

Spitzenschiedsrichter Urs Schnyder: Der in Escholzmatt geborene und aufgewachsene Urs Schnyder leitet seit 2015 Fussballspiele der höchsten Schweizer Liga. Auf den 1. Januar 2018 wurde er zum Fifa-Schiedsrichter ernannt – zudem erhält er neu vom Schweizerischen Fussballverband als einer von sieben Schweizer Referees den Status als Halbprofi. Somit wird der 31-Jährige nebst seinem Beruf als Sportlehrer an einem Gymnasium im Kanton Bern zu 50% als Schiedsrichter tätig sein können. Mit Schnyder pfeift seit vielen Jahren wieder ein Zentralschweizer internationale Fussballspiele, wobei er sich hier zuerst bei Nachwuchsturnieren beweisen muss. Auch in seiner Dissertation an der Uni Bern hat sich der Entlebucher Sportwissenschaftler mit der Schiedsrichtertätigkeit auseinandergesetzt und diese wissenschaftlich untersucht. In seiner Freizeit spielt der Spitzen-Schiedsrichter in der Luzerner Heavy Metal Band «Preamp Disaster».

Urs Schnyder in Aktion
Legende: Der 31-jährige Entlebucher Urs Schnyder ist einer von sieben Halbprofi-Schiedsrichtern in der Schweiz. Keystone