Auf Trudi und Sempach folgt Ewolina

Wochenlang hiess es BG838 - das eine junge Bartgeierweibchen, das Anfang Juni auf Melchsee-Frutt ausgewildert worden ist. Jetzt hat es einen Namen: Aus zahlreichen Vorschlägen wurde «Ewolina» ausgewählt.

Zwei Bartgeier in einem Nest.

Bildlegende: Ewolina (links) war bis vor wenigen Wochen noch nicht viel mehr als ein Häufchen Federn. zvg

Um einen Namen für das Tier zu finden, konnte die Obwaldner Bevölkerung Vorschläge einreichen. Und die Leute taten dies zuhauf: Über 600 Ideen gingen ein. Schliesslich entschied sich eine Jury für «Ewolina». Der Name kommt nicht von irgendwo: Das Elektrizitätswerk Obwalden (EWO) kann als Namenspate eines der Bartgeierküken benennen, welche Anfang Juni auf der Melchsee-Frutt ausgewildert wurden. Dieser Name sei gleich von sechs Personen vorgeschlagen worden, heisst es in einer Mitteilung von EWO.

Momentan befinden sich die drei jungen Tiere noch in einer so genannten Auswilderungsnische auf dem Hengliboden. Die anderen beiden Bartgeier heissen Trudi und Sempach.

Grosses Revier

Bartgeier werden zwischen fünf und sieben Jahren geschlechtsreif. In dieser Zeit legen sie ihr Revier fest. Dieses kann laut der Stiftung «Pro Bartgeier» bis zu 600 Quadratkilometer gross sein. Das Zentrum der Zentralschweizer Geier bleibe aber das Wildschutzgebiet Huetstock bei Tannalp.