Aus Schlachtabfällen wird ein Medizinalprodukt

Früher produzierte die Firma Geistlich Leim und Dünger aus Schlachtabfällen. Auch heute arbeitet man noch mit tierischen Rohstoffen, stellt aber Medizinalprodukte her. Für eine Neuentwicklung im Bereich der Zahnmedizin erhält die Firma den Zentralschweizer Innovationspreis 2014.

Die Firma Geistlich produzierte ursprünglich Leim und Dünger aus Tierknochen und Haut. Heute ist man spezialisiert auf Biomaterialien für die Regeneration von Knochen, Knorpel und Gewebe. Von früher geblieben ist der Rohstoff: Auch diese Medizinalprodukte werden aus tierischen Produkten hergestellt. Für ein Produkt im Bereich der Zahnmedizin wird die Geistlich Pharma AG jetzt von der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz ausgezeichnet.

Weniger Schmerzen und geringeres Komplikationsrisiko

Der CEO Paul Note der Geistlich Pharma AG sitzt in seinem Büro in Wolhusen.

Bildlegende: Paul Note, CEO der Geistlich Pharma AG, freut sich über den Zentralschweizer Innovationspreis 2014. SRF

Die Geistlich Pharma AG erhält den Zentralschweizer Innovationspreis 2014 für das weltweit erste Produkt, das speziell für die Regeneration von Zahnfleisch entwickelt wurde. Bislang war dafür eine schmerzhafte Operation nötig, bei welcher dem Patienten Gewebe im Gaumen entfernt wurde. Diese oftmals auch mit Komplikationen verbundene Prozedur wird durch das Produkt der Geistlich Pharma AG unnötig.

Die Geistlich Pharma AG ist ein weltweit tätiges Familien-Unternehmen mit über 400 Mitarbeitenden, davon 250 in der Zentralschweiz. Die Verleihungsfeier des Innovationspreises 2014 der Industrie- und Handelskammer Zentralschweiz findet am Freitag statt.