Ausbau der Bahnstrecke am Zugersee bewilligt

Wer mit dem Zug von Zürich her ins Tessin reist, braucht bald weniger Zeit. Dank dem Doppelspur-Ausbau kann künftig der Halbstundentakt nicht nur im Fernverkehr gewährleistet werden. Die Kosten für den Ausbau und die Sanierung betragen gut 190 Millionen Franken.

Bahngleis am Zugersee.

Bildlegende: In diesem Bereich wird die Bahnstrecke am Zugersee auf Doppelspur ausgebaut. zvg

Das Bundesamt für Verkehr (BAV) hat für die 1,7 Kilometer lange Doppelspurstrecke vom Bahnhof Walchwil Richtung Zug die Plangenehmigung (Baubewilligung) erteilt. Dies teilte das BAV am Dienstag mit. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 90 Millionen Franken.

Der Ausbau ermöglicht es, nach Abschluss der Arbeiten an den Basistunnels durch den Gotthard und den Ceneri, auf der Strecke zwischen Zürich und dem Tessin den Halbstundentakt im Fernverkehr einzuführen. Auch im Regionalverkehr zwischen Walchwil und Zug wird alle 30 Minuten ein Zug fahren.

Die Arbeiten für die Doppelspur beginnen nach Inbetriebnahme des Gotthard-Basistunnels im Dezember 2016. Erste Vorarbeiten sind jedoch bereits im kommenden Sommer vorgesehen.

Die Zeitersparnis Richtung Tessin beträgt ab Dezember 2016 laut BAV rund 40 Minuten. Wegen der Walchwil-Baustelle werden es jedoch vorübergehend nur etwa 20 Minuten sein.

Zusammen mit dem Doppelspurausbau wird die gesamte Bahnstrecke zwischen Zug und Arth-Goldau saniert. Die Kosten dafür betragen 106 Millionen Franken.