Ausbaupläne für den Bahnhof Andermatt stocken

Die Matterhorn-Gotthard-Bahn hat am Mittwoch in Andermatt feierlich den ersten der neuen Niederflurwagons eingeweiht. Das ist erst der Anfang einer ganzen Reihe geplanter Investitionen. Dazu gehört auch der Um- und Ausbau des Bahnhofs Andermatt. Doch dieses Teilprojekt muss warten.

Andermatt

Bildlegende: In ein paar Jahren liegt der Bahnhof Andermatt zwischen dem alten und dem neuen Ortsteil. zvg

In den kommenden Jahren will die Matterhorn-Gotthard-Bahn (MGBahn) mit insgesamt rund 300 Millionen Franken die Infrastruktur und das Rollmaterial erneuern. Ein guter Teil des Geldes kommt vom Bund sowie den Kantonen Uri, Graubünden und Wallis.

Andermatt als Drehscheibe

Auch mit dem Bahnhof Andermatt hat die MGBahn grosse Pläne und hat diese schon vor Monaten vorgestellt. Dazu Fernando Lehner, Direktor der MGBahn: «Der Bahnhof soll zur Drehscheibe ausgebaut werden, mit einer integrierten Talstation, von der aus man in die geplante Skiarena zwischen Andermatt und Sedrun gelangen würde.» Zusätzlich ist geplant, den Bahnhof zu überdachen, um unter anderem die Schneeräumung zu erleichtern. Die Gesamtinvestitionen am Bahnhof Andermatt würden zwischen 50 und 70 Millionen Franken betragen.

Abhängigkeit vom neuen Resort

Ursprünglich hätte die MGBahn bis Ende 2013 die Baubewilligung für den Bahnhof-Ausbau eingeben wollen. Doch nun wartet die Bahn ab. Sie will erst weitere Schritte unternehmen, wenn sich abzeichnet, wie und in welchem Tempo es mit dem Resort in Andermatt und der geplanten Skiarena konkret weiter geht.

In den letzten Monaten wurde intensiv über das Grossskigebiet zwischen Andermatt und Sedrun verhandelt. Ende August unterzeichneten die Korporation Ursern als Landbesitzerin und Investor Samih Sawiris den Konzessionsvertrag für das neue Skigebiet. Damit erhielt die Andermatt-Sedrun Sport AG grundsätzlich das Recht, die bestehenden Anlagen zu erneuern und neue Bahnen zu bauen.