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Aussage gegen Aussage Streit um Überbauungen in Schachen

Die Obwaldner Firma PK Bau wirft der Stalder Immobilien vor, Zahlungen nicht getätigt zu haben. Diese wehrt sich.

Visualisierung der Überbauung Optimo in Schachen.
Legende: So soll die Überbauung Optimo in Schachen dereinst aussehen. Um den Bau wird jetzt aber gestritten. zvg / Stalder Immobilien GmbH

In Schachen, in der Luzerner Gemeinde Werthenstein, realisiert die Firma Stalder Immobilien GmbH momentan zwei grosse Überbauungen. Insgesamt wird für 85 Millionen gebaut. Nun gibt es aber Streit um nicht getätigte Zahlungen oder Vertragsbruch – je nach Ansicht.

PK Bau AG: «Stalder hat seit Frühling keine Zahlungen geleistet»

Schon im September hatte der Entlebucher Anzeiger geschrieben, dass die Stalder Immobilien GmbH mit Zahlungen in Verzug sei. Am Sonntag machte die «Zentralschweiz am Sonntag» publik, dass die Firma PK Bau AG mit Sitz in Giswil Bauhandwerkerpfandrecht erhoben habe. Zu diesem Artikel nahm die PK Bau am Montag auf Anfrage schriftlich Stellung: «Die einzige Ursache, die zur Eintragung von Grundpfandrechten geführt hat, ist die Tatsache, dass die Stalder Generalunternehmung seit Frühjahr 2017 keine Zahlungen mehr an die PK Bau Giswil leistet.» Dies, obwohl die Firma vertraglich dazu verpflichtet sei und die PK Bau ihre Arbeiten vertragsgemäss erledigt habe.

Das Bauhandwerker-Pfandrecht

Wenn ein Handwerker von einem Generalunternehmer nicht entschädigt wird, kann er Bauhandwerker-Pfandrecht erheben. Somit müssen im schlimmsten Fall die Hausbesitzer noch einmal Zahlungen leisten, auch wenn sie die Kosten für ihr Eigenheim eigentlich beim Generalunternehmer bereits beglichen haben.

Stalder Immobilien: «Die PK Bau hat den Vertrag gebrochen»

Auf diese Vorwürfe reagiert Daniel Stalder von der Stalder Generalunternehmung mit Unverständnis: «Wir hatten einen Zusammenarbeitsvertrag mit der PK Bau, der besagt, dass die PK Bau fünf Millionen mitinvestiert. Das hat sie bis heute nicht gemacht und den Vertrag gebrochen.» Im Weiteren habe sie auch die Arbeiten nicht fertiggestellt und sei sechs Monate in Verzug. Stalder sagt, er habe am Montag der PK Bau mitgeteilt, dass sie die Arbeiten fertigstellen müsse – ansonsten werde die Zusammenarbeit aufgekündigt.

In der Sache steht also Aussage gegen Aussage. Das letzte Wort ist sicherlich noch nicht gesprochen. Erst recht, da die Aargauische Pensionskasse in die zweite der betroffenen Überbauungen 55 Millionen investiert. Diese ist mit den aktuellen Zuständen und dem Verzug im Zeitplan auch unzufrieden.

Regionaljournal Zentralschweiz, 17:30 Uhr