Autostopp per SMS: Luzern testet öV-Angebot für Randregionen

Der Pilotversuch beginnt mit fünf Haltestellen in den Gemeinden Luthern, Willisau und Zell. Das Projekt dauert ein Jahr und kostet 50‘000 Franken. Finanziert wird es vom Verkehrsverbund Luzern.

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Autostopp statt Postauto

4:22 min, aus Schweiz aktuell vom 25.6.2015

Das Mitfahrsystem funktioniert folgendermassen: Wer mitgenommen werden will, sendet von einer speziellen Haltestelle aus eine SMS mit seinem Fahrziel an eine Onlineplattform.

Danach signalisiert ein Lämpchen auf einer Anzeige an der Haltestelle den Autofahrern, wohin der Wartende mitgenommen werden will. Der Fahrgast quittiert die Mitnahme, indem er die Autonummer ebenfalls per SMS ans System meldet. Abgerechnet wird die Fahrt über das Handy.

Beim Testlauf im Kanton Luzern kostet eine Fahrt den Passagier pauschal zwei Franken. Davon geht ein Franken an den Fahrer. Die andere Hälfte sind Inkasso- und Vermittlungsgebühren.

Postautohaltestelle.

Bildlegende: Wo nur wenige Postautos unterwegs sind, soll das neue Mitfahrsystem eine Ergänzung zum öV sein. Keystone

Mit dem Pilotprojekt will der Verkehrsverbund Luzern VVL testen, wie das Mitfahrsystem in der Bevölkerung ankommt. Der Sprecher des VVL, Christoph Zurflüh, bestätigt einen Bericht des Willisauer Boten.

Mitfahrgelegenheiten in Privatautos würden den herkömmlichen öffentlichen Verkehr mit Bussen und Regionalzügen nicht ersetzen. Die neuen Angebote könnten aber den bestehenden öV ergänzen und so verbessern.