B. Braun investiert 80 Millionen in Standort Escholzmatt

In einer ersten Etappe werden 50 Millionen Franken investiert und es entsteht unter anderem ein grosser Erweiterungsbau. Später sollen in zwei weiteren Etappen zusätzlich 30 Millionen verbaut werden. Damit wolle man die rund 240 Arbeitsplätze im Entlebuch langfristig sichern.

Rund 240 Personen arbeiten bei der B. Braun Medical AG am Standort Escholzmatt. Dort werden grosse Spritzen und Ventile für die Infusionstherapie hergestellt. In den bestehenden Produktuionsräumen stosse man 2016 an die Kapazitätsgrenzen. Aus diesem Grund wird die Produktionsfläche in einer ersten Etappe um 1600 Quadratmeter erweitert. Der Grundstein für den Erweiterungsbau wurde am Donnerstag gelegt.

«In Escholzmatt sehr loyale Mitarbeitende»

In dieser ersten Etappe werden 50 Millionen Franken investiert, in zwei weiteren Schritten sollen später zusätzlich 30 Millionen verbaut werden. Damit wolle man den Standort Escholzmatt stärken und die Arbeitsplätze langfristig sichern, sagt CEO Hans Kunz: «Escholzmatt ist ein sehr erfolgreicher Standort mit einer hervorragenden Infrastruktur und loyalen Mitarbeitenden», sagt Kunz. Das erkläre auch, weshalb man weiterhin auf den nicht sehr zentral gelegenen Standort setze. Komme hinzu, dass man von der Gemeinde Escholzmatt-Marbach immer sehr gut unterstützt werde.

«  Die Firma ist ein wichtiger wirtschaftlicher Bestandteil der Gemeinde Escholzmatt-Marbach. »

Franz Duss
Gemeinderat Escholzmatt

Die Gemeinde ist sich der Bedeutung des grossen Arbeitgebers bewusst. Die Firma sei ein wichtiger Steuerzahler und einer der grössten Arbeitsgeber, sagt Gemeinderat Franz Duss. «B. Braun ist sehr gut verankert in Escholzmatt, das hat man auch daran gemerkt, dass gegen das Baugesuch keine einzige Einsprache eingegangen ist», betont Duss. Natürlich sei eine so grosse Firma für die Gemeinde auch ein gewisses Klumpenrisiko - mit dem Ausbau beweise die Geschäftsleitung aber, dass man zum Standort Escholzmatt stehe.

Nebst Escholzmatt will B. Braun auch den Hauptsitz in Sempach ausbauen, die Pläne hierfür sollten gemäss CEO Hans Kunz bis Ende 2015 vorliegen.